Japan: Haraguchi vor Wechsel innerhalb Deutschlands

WM 2018 Russland
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Der japanische Flügelstürmer Genki Haraguchi steht mehreren Medienberichten zufolge kurz vor einem Abschied aus Berlin. Der 26-Jährige bekommt bei Hertha BSC in dieser Saison kaum noch Einsatzzeiten. Daher will er seine WM-Chancen im Kader der japanischen Auswahl durch einen Wechsel am Leben erhalten. Wohin die Reise für ihn gehen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Lediglich, dass der Noch-Herthaner in Deutschland bleiben wird, zeichnet sich ab.

Bei Hertha BSC läuft der Vertrag Haraguchis im Sommer aus. Die letzte Möglichkeit eine (kleine) Ablösesumme für den Außenbahnspieler zu erhalten, bietet sich also diesen Winter. Und Haraguchi ist wahrlich kein großer Faktor im Spiel der Mannschaft von Pal Dardai mehr. Der Trainer ist zwar voll des Lobes über den Trainingseifer des Japaners, doch die Konkurrenz auf den Außenbahnen ist für ihn einfach zu groß. Das Überangebot der Hertha auf den Flügeln mit Salomon Kalou, Ondrej Duda, Valentino Lazaro, Matthew Leckie und Alexander Esswein sorgte zuletzt sogar dafür, dass sich Genki Haraguchi nur noch auf der Tribüne wiederfand.

Lediglich sieben Einsätze (kein Tor, eine Vorlage) in der Bundesliga waren Haraguchi in dieser Saison vergönnt. Seit seiner Rotsperre im Oktober bringt er es gar nur noch auf magere 19 Minuten auf dem Platz. In den letzten beiden Saisons schaute das noch ganz anders aus. Der flinke Japaner trug mit starken Leistungen als Stammspieler (in zwei Jahren 63 BL-Einsätze) zu Herthas Wandel vom Abstiegskandidaten zum Europa-League-Teilnehmer bei.

Zukunft von Haraguchi liegt wohl in Deutschland: Düsseldorf oder Bremen?

Doch nun sind seine Dienste in der Hauptstadt wohl nicht mehr gefragt. Welcher Verein sein nächstes Ziel sein wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Abweichende Medienberichte verkünden einerseits ein Interesse von Werder Bremen. Dort könnte er die Lücke schließen, die durch Fin Bartels’ Achillessehnenriss bei den Grün-Weißen entstanden ist. Andererseits scheint auch die Fortuna aus Düsseldorf ein Auge auf den Japaner für ihr Projekt Bundesliga-Aufstieg geworfen zu haben. Eine Rückkehr nach Japan zu den Urawa Red Diamonds scheint dagegen vom Tisch zu sein.

Alles andere als vom Tisch, ist für Haraguchi aber eine Rückkehr zu Japans Nationalmannschaft. An der Seite anderer Bundesliga-Leginäre, wie Kagawa (Dortmund), Muto (Mainz), Sakai (HSV) oder Asano (Stuttgart) und Hasebe (Frankfurt), will der Noch-Herthaner an der WM-Endrunde in Russland teilnehmen. In einer der spannendsten Gruppen trifft Japan dort auf Kolumbien, den Senegal und Polen. Eine wahrlich internationale Vorrunde.