Josip Drmic: Startelf in München, WM im Sommer?

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Bekommt Josip Drmic (25) nun ausgerechnet in München seine große Chance? Der ehemalige Langzeit-Verletzte hat zuletzt mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Bei Trainer Dieter Hecking und bei der Nationalmannschaft der Schweiz.

Borussia Mönchengladbach spielt am Samstag beim frischgebackenen deutschen Meister FC Bayern München. Ausgerechnet für dieses Top-Spiel hat sich Gladbachs Kapitän Lars Stindl eine Gelb-Sperre eingehandelt. Demnach ist ein Platz im Angriff frei. Möglich, dass der Schweizer Josip Drmic neben Raffael im Sturm eine Chance von Beginn an bekommt.

Drmic war in der laufenden Saison erst einmal von Anfang an auf das Feld geschickt worden. Am 16. Spieltag verloren die „Fohlen“ mit 0:1 beim SC Freiburg. Drmic wurde neun weitere Male eingesetzt und dabei stets eingewechselt. Doch der 25-Jährige konnte zuletzt immer wieder überzeugen, traf als Joker beim 3:3 gegen Hoffenheim. Gegen Mainz (0:0) hatte er kurz vor Schluss den Siegtreffer auf dem Fuß. Mainz‘ Torwart René Adler hielt den Ball glücklich mit einer „Arsch-Parade“, wie er selbst sagte. Beim jüngsten Heimspiel gegen Hertha BSC (2:1) wirbelte Drmic erneut nach Einwechslung und legte Hazards zwischenzeitliches 1:1 auf.

Borussias Trainer Dieter Hecking registriert die starken Leistungen des Schweizers. „Josip hat in den vergangenen Wochen großen Auftrieb bekommen. Er wirkt sehr spritzig und ist in einer guten Verfassung. Die Berufung in die Schweizer Nationalmannschaft zuletzt spielt dabei auch eine Rolle, das hat ihm gut getan“, so Hecking gegenüber dem „kicker“.

Drmic steht in der Schweiz hoch im Kurs

Die Nominierung für die Nationalelf der Schweiz kam in der Tat eher überraschend, da Drmic zu diesem Zeitpunkt kaum spielte. Im Testspiel gegen Griechenland (0:1) kam er noch nicht zum Einsatz. Beim 6:0 gegen Panama spielte er rund 40 Minuten und legte einen Treffer auf. Drmic steht in der Schweiz hoch im Kurs und darf sich gute Chancen ausrechnen, bei der Weltmeisterschaft in Russland mit dabei zu sein. Die Schweizer treffen in der Gruppenphase auf Brasilien, Costa Rica und Serbien. Josip Drmic absolvierte bislang 27 Länderspiele (zehn Tore, fünf Vorlagen).

Der ehemalige Leverkusener fühlt sich dabei immer besser, wie er dem „kicker“ verraten hat: „Ich komme in die Situationen, die für einen Stürmer wichtig sind. Ich werde gefährlich, das ist positiv. Leider fehlte es in der einen oder anderen Situation noch an Details für einen weiteren Torerfolg – oder auch am Glück wie in der Eins-gegen-eins-Situation mit Adler.“ Dabei betont er, dass er sehr glücklich ist, dass Trainer Hecking wieder auf ihn setze. Dennoch erhofft er sich nun wieder einen Startelf-Einsatz. „Aber ob das in München der Fall ist, weiß ich nicht, das entscheidet der Trainer. Ich weiß nur: ich bin fit, gebe Gas und versuche etwas zu bewegen, wenn ich auf dem Platz stehe“, so Drmic.