Klare Worte des Trainers: Dembélé weiter außen vor

Frankreich
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Der FC Barcelona hat sich mit dem 1:1 beim FC Chelsea eine gute Ausgangsposition für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League besorgt. Erneut 90 Minuten auf der Bank: der Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé. Nach seiner langen Verletzung kommt der Franzose weiter nicht auf die Beine. Trainer Valverde lieferte nun Gründe.

Seit Beginn der Saison steht Ousmane Dembélé beim FC Barcelona unter Vertrag. Kein einziges Mal spielte er seitdem über die vollen 90 Minuten. Natürlich hatte er auch viel Pech. Nachdem er sich schnell schwer verletzte, bremste ihn nach seinem Comeback erneut eine Verletzung am Oberschenkel aus. Von Trainer Ernesto Valverde gab es hierfür dennoch Kritik. Es hieß, Dembélé wolle zu schnell zu viel.

In der Liga wurde Dembélé beim 0:0 gegen Getafe in der 63. Minute eingewechselt. Zuletzt gegen Eibar (2:0) saß der 20-Jährige wieder die volle Distanz auf der Bank. Valverde zog zuletzt die Joker Aleix Vidal und Coutinho vor. Bei Chelsea wurden Vidal und André Gomes eingewechselt.

Trainer Valverde begründete nach dem Chelsea-Spiel nun seine Entscheidungen. „Wir sind in einem entscheidenden Moment der Saison und Dembélé war lange mit einer Verletzung außen vor. Aleix Vidal hat auch Qualitäten, die uns helfen können. Er ist vom Typ her ein anderer Spieler.“ Auf die Frage, ob Dembélé nicht für Paulinho hätte starten können, gab Valverde zu Protokoll: „Ich konzentriere mich auf das, was wir bisher gemacht haben. Ich halte mich an die Gewissheiten, die ich habe. Es ist kein Spiel, um Experimente oder irgendwelche Proben zu machen.“ Eine ziemlich deutliche Ansage an Dembélé, der wohl seinen Kredit beim Trainer bereits verspielt hat.

Ousmane Dembélé muss also auf Joker-Einsätze hoffen, um sich zu empfehlen. Dennoch: Auch ohne ihn waren die Leistungen des FC Barcelona zuletzt, auch gerade bei Chelsea, nicht berauschend. Valverde verteidigte die Leistung allerdings: „Ich habe eine ziemlich gute Leistung meiner Mannschaft gesehen. Chelsea ist englischer Meister und wir mussten von Beginn an die ganze Last des Spiels tragen. Da sind auch zwei Welten und Systeme aufeinandergeprallt. Wir suchten lange Ballbesitz-Phasen. Sie vor allem ihre Konterchancen.“

Für Dembélé geht es auch die Weltmeisterschaft in Russland im kommenden Sommer. Sollte er bei Barcelona weiter außen vor bleiben, dürften auch seine Chancen schwinden, eine gute Rolle in Frankreichs Nationalteam zu spielen. Frankreich trifft in Gruppe auf Australien, Peru und Dänemark.