Klausel-Wirrwarr um Belgier Alderweireld

WM 2018 Nachrichten
Foto: jarmoluk / pixabay (CC0 1.0)

Eigentlich könnte alles so ruhig sein um den Belgier Toby Alderweireld bei Tottenham Hotspur. Denn gerade kehrt er so langsam aus einer längeren Verletzungspause zurück. Und sein Vertrag läuft ja auch noch langfristig bei den Spurs. Sollte man meinen. Doch dröselt man das Klausel-Wirrwarr im Arbeitspapier des 28-Jährigen auf, wird klar: ein Abgang könnte schon im Sommer nach der WM erfolgen, will Tottenham eine marktgerechte Transfereinnahme erzielen. 

Endlich zurück auf dem Platz, dürfte sich Toby Alderweireld gedacht haben. Der Rahmen war zwar “nur” das FA-Cup Rückspiel gegen den Viertligisten Newport County, der im Hinspiel aber erbitterten Widerstand leistete und den turmhohen Favoriten Tottenham dank eines 1:1-Unentschiedens ins Entscheidungsspiel zwang. Doch der 2:0-Sieg war Alderweirelds erster Einsatz seit ihn eine langwierige Oberschenkelverletzung Anfang November außer Gefecht setzte.

Doch in diesen eigentlich so positiven Tagen kommt die nächste Unruhe um den Verteidiger auf. Denn sein Vertrag läuft im Sommer 2019 aus. Zwar hat Tottenham Hotspur vereinsseitig die Option den Vertrag um ein Jahr zu verlängern. Allerdings wurde jetzt bekannt, dass im Fall der Aktivierung dieser Option automatisch auch andere Klauseln greifen würden.

Dabei handelt es sich um eine festgeschriebene Ablösesumme, die bei 28 Mio. Euro liegt. Das ist weit unter dem Preis, den Tottenham bei einem frei verhandelten Transfer für den Belgier einstreichen könnte. Um die Sache noch etwas komplizierter zu machen: Denn sollte Tottenham die Klausel auf Vertragsverlängerung ziehen und Alderweireld somit bis Sommer 2020 an sich binden, würde die Ausstiegsklausel im Sommer 2019 erst zwei Wochen vor Schließen des Transferfensters gültig. Davor könnte Tottenham den Verteidiger zu einem höheren Preis verkaufen.

Doch eine Fantasiesumme werden die Spurs 2019 nicht aufrufen können, wenn wenige Wochen später eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Mio. Euro greift. Daher kommt doch wieder die Option Abschied 2018 auf den Tisch. Zumal sich während der Verletzungspause Alderweirelds mit Davison Sanchez bereits ein junger, talentierter Verteidiger in den Fokus gespielt hat.

Zweifellos hat sich aber Alderweireld in seiner Zeit bei den Spurs zum wohl besten Verteidiger der Premier League entwickelt. So ist es wenig überraschend, dass die Interessenten mit Real Madrid und Manchester United zur höchsten Kategorie an Vereinen gehören. Beide Klubs sollen genaustens verfolgen, ob sie Alderweireld schon in diesem Sommer von Tottenham loseisen können.