Kramaric in WM-Form: Kroate schießt Hoffenheim Richtung Champions League

Kroatien
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Mit dem 3:1 über Hannover 96 erklomm die TSG Hoffenheim zumindest bis Samstagabend Platz Vier, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Dann trifft Bayer Leverkusen auf den VfB Stuttgart und kann die Kraichgauer vom ersehnten CL-Rang verdrängen. Einen Punkt liegt die Werkself hinter der TSG. Deren jüngsten Sieg haben sie vor allem einem Mann zu verdanken: Andrej Kramaric. Der kroatische Angreifer erzielte alle drei Tore gegen Hannover. 

Insgesamt stellt die TSG Hoffenheim eine beeindruckende Offensive. Mit 63 Treffern haben sie hinter Bayern München (84) und noch vor Borussia Dortmund (61, ein Spiel weniger) die zweitmeisten Tore auf der Haben-Seite. Auffällig ist dabei, dass die TSG dabei nicht von einem einzigen Goalgetter abhängig ist. Vielmehr sind die Hoffenheimer die einzige Bundesliga-Mannschaft mit drei Akteuren, die zweistellig getroffen haben. Mark Uth ist der vereinsinterne Toptorjäger mit 14 Toren, Andrej Kramaric folgt mit zwölf Treffern. Und auch Serge Gnabry verzeichnet bereits zehn Saisontreffer.

Gnabry bereitet der TSG aber momentan auch Sorgen. Bei seiner Vorlage zum 1:0 auf Kramaric verletzte sich der deutsche Nationalspieler am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Der von Bayern München ausgeliehene Angreifer kehrt nach Saisonende zu seinem eigentlichen Arbeitgeber zurück. Bezüglich eines weiteren Einsatzes im Trikot der Hoffenheim äußert sich TSG-Trainer Nagelsmann skeptisch: „Es sieht schlecht aus.“ Der so formstarke Angreifer (acht Tore und sieben Vorlagen in der Rückrunde) war eine der entscheidenden Kräfte bei Hoffenheims Aufholjagd Richtung Champions League Plätze. Seit neun Partien ist die TSG ungeschlagen, die letzten drei Spiele gewann sie allesamt. Nun müssen sie sich ohne Gnabry belohnen. Gegen Hannover sprang Kramaric in die entstandene Lücke.

Kramaric mit Hoffenheim in die Champions League und mit Kroatien zur WM?

Mit weiteren Leistungen wie am Freitag Abend kann Kramaric nicht nur seinen Verein in die Königsklasse führen, sondern auch seinen Status beim kroatischen Nationaltrainer Zlatko Dalic zementieren. Der 27-fache Nationalspieler kam sowohl bei den wichtigen WM-Relegationsspielen gegen Griechenland zum Einsatz, wo er im Hinspiel als Stammspieler einen Treffer zum 4:1 beisteuerte, als auch in den letzten Tests gegen Peru (0:2, Kramaric wurde eingewechselt) und Mexiko (1:0, Startformation).

Hilfreich ist Kramaric im Nationalteam seine Vielseitigkeit. Der 26-Jährige kann zentral als Mittelstürmer, als zweiter, um einen Strafraumstürmer herumspielender Angreifer, sowie auf den offensiven Außen eingesetzt werden. Somit kommt er trotz der namenhaften Konkurrenz im kroatischen Trikot einfacher zu seinen Einsätzen. Um einen Startelfplatz muss er unter anderem mit Mario Mandzukic, Ivan Perisic, Niko Kalinic oder dem Schalker Marko Pjaca kämpfen. In seiner momentanen Form hält er aber viele Trümpfe in der Hand.