Lionel Messi vor der WM in Top-Form – mal wieder

Lionel Messi
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Lionel Messi führte den FC Barcelona am Samstag gegen CD Leganes quasi im Alleingang zu einem 3:1-Erfolg. Und somit zur Einstellung eines 38 Jahre alten Rekordes. 1980 schaffte es Real Sociedad de San Sebastian 38 Spiele in Folge nicht zu verlieren. Mit dem Sieg über Leganes haben die Unbesiegbaren vom FC Barcelona diese Marke jetzt eingestellt. Am kommenden Wochenende könnten sich die Katalanen zum alleinigen Rekordhalter aufschwingen. Doch es wartet der FC Valencia. Wahrlich kein einfacher Gegner. 

Im Mittelpunkt beim FC Barcelona wird dann auch bestimmt wieder Lionel Messi stehen. Der kleine Argentinier führte die neuen Fantastic Four seines FC Barcelona mit Philippe Coutinho, Ousmane Dembele und Luis Suarez an. Den Sieg schoss er aber im Alleingang heraus. Ein direkt verwandelter Freistoß, starke Ballmitnahme nach Pass von Coutinho samt eiskaltem Abschluss unter Bedrängnis und im Stile eines echten Torjäger Konfusion in der gegnerischen Hintermannschaft ausgenutzt. Drei Tore Barcelona, drei Mal Messi.

Insgesamt steht er in dieser Saison bei 29 Toren und zwölf Vorlagen bei 30 Einsätzen in LaLiga. Dazu kommen sechs Tore und zwei Assists in der Champions League, in der Messi seinen FCB gegen die Blues ebenfalls maßgeblich ins Viertelfinale brachte. Eine weitere herrausragende Saison des mittlerweile 30-jährigen Argentiniers.

Nicht die erste Weltklasse-Saison von Messi vor einer WM

Somit ruhen die Erwartungen der argentinischen Fans einmal mehr auf den schmalen Schultern des Mannes aus Rosario. Gerade nach dem spielerisch mauen 2:0-Sieg gegen Italien und dem katastrophalen 1:6-Debakel gegen Spanien in der zurückliegenden Länderspielpause, in der Messi aufgrund von Adduktorenbeschwerden nicht mitwirkte, ist offensichtlich: ohne ihre Nummer 10 geht in der argentinischen Nationalmannschaft nicht viel zusammen.

Doch je größer die Hoffnungen und Erwartungen an Messi im Vorfeld eines Turnieres sind, desto größer ist auch die Enttäuschung im Nachhinein. 2006 wurde der damalige argentinische Nationaltrainer nach dem Viertelfinal-Aus kritisiert, nicht mehr auf den blutjungen Messi gesetzt zu haben. 2010 und 2014, nachdem Argentinien wieder im Viertelfinale, beziehungsweise im Finale, an der deutschen Nationalmannschaft gescheitert war, stand vor allem die Einstellung der Spieler, und somit vor allem von Messi, im Zentrum der Kritik seitens der argentinischen Öffentlichkeit.

Bis es Messi nach den beiden gegen Chile verlorenen Copa America-Finals 2015 und 2016 reichte. Nach Vorwürfen, er wolle sowieso nur für Barcelona spielen, erklärte er seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft Argentiniens. Nach dem baldigen Rücktritt vom Rücktritt ruhen nun im Vorfeld der WM 2018 natürlich einmal mehr die Hoffnungen einer ganzen Nation auf den Schultern des Mannes vom FC Barcelona.