Lionel Messi wehrt sich gegen die FIFA-Sperre

Lionel Messi
Foto: Олег Дубина / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Argentiniens Superstar Lionel Messi wehrt sich gegen die Sperre vom Fußball-Weltverband FIFA. Der 29-jährige Offensivspieler wurde Ende März wegen einer Schiedsrichterbeleidigung für vier Spiele von der FIFA gesperrt und wird nun Anfang Mai persönlich in der Schweiz Stellung zu dem Vorfall beziehen und dadurch versuchen die Sperre zu reduzieren.

Für die argentinische Nationalmannschaft läuft es zur Zeit alles andere als optimal in der WM-Qualifikation 2018. Der Vize-Weltmeister liegt nach 14 absolvierten Spieltagen in der Südamerika-Quali nur auf dem fünften Rang und droht die direkte WM-Qualifikation zu verpassen.

Nationaltrainer Edgardo Bauza wurde Anfang April aufgrund der anhaltenden sportlichen Misserfolge bereits entlassen. Neben der Suche nach einem neuen Trainer bereitet den Verantwortlichen beim argentinischen Fußballverband AFA auch die Sperre von Superstar Lionel Messi große Sorgen. Der 29-jährige Offensivspieler wurde Ende März beim 1:0-Qualierfolg gegen Chile wegen einer Schiedsrichterbeleidigung für vier Spiele von der FIFA gesperrt. Verurteilt wurde Messi wegen eines Videos, das zeigt, wie er den Ausdruck „la concha de tu madre“ in Richtung des Linienrichters ruft. Zur Übersetzung: „la conach“ ist das weibliche Geschlechtsteil und „madre“ die Mutter.

Nun möchte die AFA und Messi gegen diese Sperre vorgehen. Der Superstar vom FC Barcelona reist am 4. Mai nach Zürich in die FIFA-Zentrale und wird dort persönlich Stellung zu dem Vorfall beziehen. Der fünfmalige Weltfußballer hat laut eigener Aussage die Beschimpfung „in die Luft gesprochen“ und möchte versuchen die Sperre auf zwei Spiele zu reduzieren.

Kurios ist die Tatsache, dass Messi und der argentinische Verband argumentieren, dass es sich bei dem Ausdruck um keine Beleidigung handelt, sondern um einen „gewöhnlichen Ausdruck“. Als Beweis dafür führt man ein Video an, in dem Messi einen Titelgewinn mit dem FC Barcelona exakt mit diesen Worten bejubelt hat. Der AFA will damit aufzeigen, dass Messi diesen Ausdruck nicht zwingend in einem negativen Zusammenhang verwendet oder um jemanden zu beleidigen.

Es wird spannend zu sehen wie das Verfahren Anfang Mai endet und ob die Sperre von Messi tatsächlich reduziert wird. Ein Ausfall von Messi wäre ein herber Rückschlag für die Albiceleste, dies belegt bereits ein Blick auf die nackten Zahlen: Der offensive Mittelfeldspieler fehlte wegen Verletzungen, eines zwischenzeitlichen Rücktritts und nun der Sperre in acht der bisher 14 absolvierten Qualifikationsspielen. Argentinien holte ohne Messi lediglich sieben Punkte, mit ihm waren es in sechs Partien 15.