Marokkos Boussoufa reist mit hohen Zielen nach Russland

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Foto: donfiore1 / depositphotos

20 Jahre sind vergangen seit Marokkos letzter WM-Teilnahme 1998 in Frankreich. Der Routinier Moubarak Boussoufa erinnert sich dennoch noch gut an das damalige Team um Salaheddine Bassir und Mustapha Hadji. Damals schied Marokko allerdings bereits in der Vorrunde aus. Besser will es Boussoufa bei dieser Endrunde in Russland machen. Mit FIFA.com sprach er über seine Ziele bei der WM, die Rückkehr in das Land, in dem er sechs Jahre als Profi verbrachte, und seinen außergewöhnlichen Spitznamen. 

Von der WM-Erfahrung Mustapha Hadjis profitiert laut Boussoufa auch noch das heutige Team. “Hadji ist heute Assistent des Nationaltrainers [Herve Renard, Anm. d. Red.] und teilt seine Erfahrung mit uns. Natürlich haben wir auch Videos dieser Mannschaft geschaut.” Doch übertreffen würde der Routinier das Team von 98, das in der Vorrunde ausschied, dann doch gerne.

“Wenn wir uns nicht das Erreichen des Achtelfinales als Ziel setzen, dann können wir genau so gut zu Hause bleiben,” zeigt sich Boussoufa forsch. “Wir fahren nicht zur WM, nur um dabei gewesen zu sein, sondern um zu zeigen, wozu wir im Stande sind. Wir werden alles geben was wir haben, um die Vorrunde zu überstehen.”

Mit Portugal und Spanien warten allerdings echte Hammer auf Marokko. So hat das erste Spiel gegen den Iran bereits Endspiel-Charakter. “Unser Eröffnungsspiel wird entscheidend, wenn man betrachtet, was danach kommt,” weiß auch Boussoufa.

Moubarak Boussoufa: Der König der Assists

Doch Marokko darf nicht unterschätzt werden. Neben jungen, aufstrebenden Stars wie dem Schalker Amine Harit oder Hakim Ziyech von Ajax Amsterdam, verfügt die Mannschaft auch über gestandene Routiniers wie Kapitän Mehdi Benatia (Ex-Bayern München, jetzt Juventus Turin) oder eben den 33-jährigen Boussoufa. Dieser sammelte auch einiges an Erfahrung in seinen sechs Jahren in Russland bei Anzhi Makhachkala und Lokomotive Moskau.

“Ich habe sechs unglaubliche Jahre in Moskau genossen. Es ist eine wunderbare Stadt, eine der größten Europas. Und auch die russische Liga ist eine der besten. Damals kämpften acht Mannschaften den Titel untereinander aus mit großartigen Profis aus aller Welt. Ich habe persönlich und fußballerisch viel gelernt,” blickt der offensive Mittelfeldspieler zurück auf seine Zeit in Russland.

Nun bei seiner Rückkehr möchte er seinem Spitznamen Der König der Assists alle Ehre machen. “Ich habe ihn in Belgien [bei KAA Gent und RSC Anderlecht, Anm. d. Red.] verpasst bekommen, weil ich jedes Jahr dort viele Vorlagen gab. Ich erziele gerne Tore, aber anderen Spielern welche aufzulegen kann ich am besten. Das mag ich noch lieber, als selbst zu treffen. Ich hoffe, ich kann in Russland auch viele Assists verteilen.” Diese Hoffnung werden seine marokkanischen Mitspieler teilen.