Max Meyer nicht zu Barca – und nicht zur WM?

Lars Stindl
Foto: Кирилл Венедиктов / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Nationalspieler Max Meyer wird im Sommer nicht zum FC Barcelona wechseln. Die Berater des zentralen Mittelfeldspielers klappern momentan mögliche Abnehmer für ihren Klienten ab. Der Vertrag des Schalker Eigengewächses läuft bei den Königsblauen Ende Juni aus. Der FC Barcelona wird nicht sein nächster Arbeitgeber werden. Die katalanischen Verantwortlichen winkten bei der Causa Meyer ab. 

Dies hängt zusammen mit dem Namen Arthur. Denn nach langem Hin und Her zwischen dem Spieler, seinem aktuellen Verein und dem FC Barcelona haben sich die Blaugrana eine Kaufoption über 30 Mio. Euro für den brasilianischen Mittelfeldspieler im Sommer gesichert. So ist der 21-jährige Brasilianer der designierte Nachfolger von Andres Iniesta, der mit einem Wechsel nach China in Verbindung gebracht wird.

Max Meyer muss sich dagegen nach anderen Optionen umsehen. Weitere, und durchaus realistischere, Optionen für den 22-Jährigen sollen der AC Mailand, Atletico Madrid und der FC Arsenal London sein. Schalke-Manager Christian Heidel betonte aber zuletzt, dass er nicht „dasitzt und von morgens bis abends zittert, ob ein Spieler den Vertrag verlängert […] Das ist nicht unsere Position. Wir haben viel zu bieten, und das ist nicht nur Geld.“

Auch Löw verzichtet für anstehende Tests auf Meyer

Die Optionen werden also rarer für Meyer. Zumal der FC Schalke eine bärenstarke Saison spielt und auf Champions League Kurs ist. Arsenal und Milan werden ihm aller Voraussicht nach nicht die Möglichkeit liefern können, sich in der Königsklasse zu präsentieren. Und das würde dem U21-Europameister des vergangenen Sommers für seine weitere Karriere sicher nicht schaden.

So hat nicht nur Barca ob eines Transfers abgewunken, auch bei Bundestrainer Joachim Löw ist der viermalige Nationalspieler ins zweite Glied gerutscht. In dessen 26-Mann-Kader für die anstehenden Testspiele gegen Spanien und Brasilien, den letzten vor der Nominierung des WM-Kaders, tauchte Max Meyer nicht auf. Seine WM-Chancen stehen somit gleich Null.

Für die Position des Noch-Schalkers im zentralen Mittelfeld sieht Löw scheinbar andere vorne. Toni Kroos, Sami Khedira und Ilkay Gündogan sind im DFB-Kader gesetzt. Dazu dürfen sich Emre Can, Sebastian Rudy und der ebenfalls ablösefrei von Schalke wechselnde Leon Goretzka für die Back-Up-Rollen empfehlen. Auch die als Außenverteidiger eingeplanten Joshua Kimmich und Jonas Hector könnten die Position im zentralen Mittelfeld ausfüllen.