Merkwürdige Aussagen nach Attacke auf Serbiens WM-Star Filip Kostic

Gruppe E

Serbiens WM-Star Filip Kostic (25) soll in seiner Heimat von Hooligans angegriffen worden sein. Das berichtet die serbische Zeitung „Kurir“ in ihrer heutigen Ausgabe. Demnach sollen Kostic und auch sein Cousin Marco (33) Opfer einer Attacke gewesen sein. Kostic-Berater und Bruder Stefan (27) war ebenfalls dabei.

Filip Kostic hielt sich zuletzt in seinem Heimatort Kragujevac auf, bevor er mit Serbien in Testspielen gegen Chile (Montag, Graz, 20.00 Uhr) und Bolivien (Samstag, Graz, 18.00 Uhr) antritt. Im Nachtclub „Kafana van grada“ sollen Kostic, sein Bruder und der Cousin von vier Männern angegriffen worden sein.

Dem Zeitungsbericht zufolge ereignete sich der Angriff bereits in der Nacht vom 19. auf den 20. Mai. Die vier Angreifer wären allesamt polizeibekannte Schläger zwischen 26 und 39 Jahren. Es soll zu einem Streit gekommen sein, der in eine heftige Schlägerei mündete. Bruder Stefan wurde die Nase gebrochen. Kostic‘ Cousin Marco soll gar schwerverletzt worden sein. Zeugen berichten, dass Filip Kostic seinen Cousin das Leben gerettet haben könnte, da er seine verschluckte Zunge wieder hervorholte und ein Ersticken verhinderte.

Nach dem Überfall wurden Bruder Stefan und Cousin Marco in ein Krankenhaus gebracht. Die vier Angreifer wurden vorübergehend festgenommen. Sie sollen in Kragujevac in der Türsteher-Szene tätig sein. Die Polizei ermittelt nun wegen schwerer Körperverletzung.

Filip Kostic und Bruder dementieren nun den Angriff auf den Spieler

Merkwürdig: Bruder Stefan Kostic verneinte in einem Interview mit der „BILD“-Zeitung die Attacke auf seinen Bruder: „Das was geschrieben wurde, ist nicht die Wahrheit. Filip wurde nicht attackiert. Er hat nichts mit der Sache zu tun.“ Dabei ließ Stefan Kostic offen, was wirklich geschehen war. Wenige Stunden später bezog auch Filip Kostic selbst Stellung: „Die Informationen, die in den Medien stehen, dass ich geschlagen wurde, sind nicht wahr. Es gab keinen Angriff auf mich. Ich war auch nicht im Visier von Hooligans. Das ist meinem Cousin passiert und liegt zwei Wochen zurück. Ich habe absolut nichts damit zu tun. Das ist alles, was ich zu diesem Thema zu sagen habe. Ich lege meinen Fokus voll und ganz der Nationalmannschaft und der bevorstehenden WM!“

Filip Kostic reiste nur wenige Tage nach der Attacke zur serbischen Nationalmannschaft nach Belgrad. Bei der Weltmeisterschaft spielt Serbien gegen Costa Rica, Schweiz und Brasilien. Wie es danach für den Flügelflitzer weitergehen wird, ist noch unklar. 2016 wechselte er für die HSV-Rekordsumme von 14 Millionen Euro aus Stuttgart nach Hamburg. In 61 Spielen erzielte er neun Treffer für die Hanseaten. Den erstmaligen Abstieg des Bundesliga-Dinos konnte Kostic jedoch auch nicht verhindern. Sein Vertrag an der Elbe läuft noch bis Sommer 2021. Möglich, dass er die anstehende WM nun als Bühne für potentielle neue Vereine nutzen kann. Für Serbien kam Kostic bislang 21 Mal zum Einsatz. Dabei gelangen ihm zwei Tore und sieben Assists. Mit sechs Scorerpunkten war der HSV-Spieler einer der Garanten für Serbiens WM-Qualifikation.