Michy Batshuayi: Sofort im Rampenlicht

WM 2018 Russland
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Am Mittwoch erst fand Michy Batshuayi im Zuge des spektakulären Dreifach-Wechsels um Pierre-Emerick Aubameyang, Olivier Giroud und eben ihn erst den Weg zu seinem neuen Arbeitgeber, zumindest bis Saisonende, Borussia Dortmund. Der Belgier kam in der Hoffnung, sich durch mehr Spielzeit für die anstehende WM in den Fokus des belgischen Nationaltrainers Roberto Martinez zu spielen. Und viel beeindruckender als bei seinem Debüt gegen den 1.FC Köln hätte ihm das nicht gelingen können. 

Mit zwei Toren und einer Vorlage war Batshuayi an allen drei Treffern des BVB beim hart erkämpften 3:2 über den 1.FC Köln direkt beteiligt. Ein weiteres Tor wurde ihm aufgrund einer hauchzarten Abseitsstellung korrekterweise vom Videoschiedsrichter aberkannt. Der letzte Dortmunder Profi, dem bei seinem Pflichtspiel-Debüt drei Scorerpunkte gelangen, war übrigens ein gewisser Pierre-Emerick Aubameyang (drei Tore gegen Augsburg am 1. Spieltag des Saison 13/14).

Dass Batshuayi spielerisch aber ein anderer Typ ist, als sein Vorgänger im Sturmzentrum der Schwarz-Gelben, wurde schon in seinem ersten Einsatz für Dortmund ersichtlich. Anders als Aubameyang lauert der 24-Jährige mehr auf seine Chance vor dem Tor. Er sucht nach der richtigen Position im Sechzehner, um dann angespielt zu werden und eiskalt zu vollstrecken.

Batshuayi: Über Bundesliga und Europa League zur WM?

Natürlich war noch nicht alles Gold im ersten Einsatz des Leihspielers des FC Chelsea. Man merkte, dass in einigen Situationen die Laufwege noch nicht zu denen seiner neuen Mitspieler passten oder Missverständnisse auftraten. So konstatierte auch Batshuayi nach Abpfiff vor den TV-Kameras: “Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Es war das erste Spiel, es war schwierig.”

Mit seinen neuen Teamkollegen, zu denen ab kommendem Wochenende auch wieder Marco Reus nach langer Verletzungspause zählen soll, wird sich der Mittelstürmer auf dem Platz immer besser verstehen. Einspielen können sich die Dortmuner nicht nur in der Bundesliga, sondern auch der Europa League mit Batshuayi. Der BVB nominierte den von Chelsea schon in der Champions League eingesetzten Stürmer nach. Die andere Neuverpflichtung des Winters, Manuel Akanji, schaut im Europa-Cup also in die Röhre. Nur einer der beiden durfte nachnominiert werden.

Die Ziele des 24-Jährigen Stürmers sind auf jeden Fall hoch, egal in welchem Wettbewerb. “Natürlich will ich mit Dortmund in die Champions League kommen,” gibt sich Batshuayi angriffslustig. “Ich will jedes Spiel gewinnen.” Und so auch sein persönliches Ziel erreichen: die WM-Teilnahme mit Belgien im Sommer. Leistungen, wie die gegen Köln, werden Nationaltrainer Roberto Martinez aufhorchen lassen.