Miranda: Brasiliens Innenverteidiger steht endlich vor erster WM-Teilnahme

Brasilien
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Mit stolzen 33 Jahren könnte Miranda endlich sein WM-Debüt feiern. Sowohl Carlos Dunga 2010, als auch Felipe Scolari beriefen den erfahrenen Innenverteidiger bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften nicht in ihren 23-Mann-Kader für das jeweilige Turnier. Obwohl der heute bei Inter Mailand spielende Profi in den Qualifikationen und den Tests im Vorfeld der Turniere immer wieder Teil des Teams war. Doch dieses Jahr soll alles anders werden. 

Denn unter Nationaltrainer Tite ist Miranda nicht von der Seite Thiago Silvas in der brasilianischen Innenverteidigung wegzudenken. Sowohl in der WM-Qualifikation, als auch in den zurückliegenden Testspielen gegen Russland, in dem er gar ein Tor zum 3:0 beisteuerte, und dem defensiv sicheren 1:0 gegen Deutschland stand Miranda in der Startelf. “Ich denke, die WM kommt für mich zur absolut besten Zeit,” ist sich auch der Innenverteidiger selbst seiner starken Form und guten Chancen, endlich an der Endrunde teilnehmen zu können, bewusst. “In dieser ganzen Zeit habe ich viel dazugelernt, sowohl im Bezug auf Erfahrung, als auch auf Taktik. Ich habe eine große Chance gespürt, zu den letzten beiden Weltmeisterschaften zu fahren. Aber diesmal fühle ich mich wirklich noch einmal viel besser vorbereitet. Es ist ein großer Unterschied.”

Nicht nur beim Innenverteidiger findet sich ein großer Unterschied zur zurückliegenden WM, bei der sich Brasilien einzig auf seinen Superstar Neymar verlassen hatte. Diesmal tritt die Selecao viel mehr als gefährliche Einheit auf, bei der jeder Spieler den Unterschied machen kann. Dem Routinier Miranda muss das gut gefallen. “Als Verteidiger und jemand, dem Taktik sehr am Herzen liegt, weiß ich, dass ein gut organisiertes System am meisten zählt. Und in dem muss jeder der selben Philosophie folgen. Jeder trägt seinen Teil bei.”

Erst mit Inter in die Königsklasse, dann mit Brasilien zur WM

Doch vor der WM warten noch andere Aufgaben auf den Profi von Inter Mailand. “Ich kann noch nicht zu viel an die WM denken im Moment. Ich denke nur daran mich gut vorzubereiten, auf meinem Top-Level zu spielen und eine starke Saison mit Internazionale zu haben. Mein Hauptziel ist momentan der Mannschaft zu helfen, es in die Champions League zu schaffen.” Und so geht es nicht nur ihm. “Die Spieler der Selecao haben alle darüber gesprochen und wir wissen dass der beste Weg nach vorne ist, gut bei unseren Vereinen zu spielen. Das haben wir alle im Kopf.” Doch spätestens am 14. Mai, dem Tag an dem Nationalcoach Tite seinen WM-Kader verkündet, dürften die Gedanken dann doch zum Turnier in Russland abschweifen.