Mit Nandez und Co. will Uruguay den Generationswechsel schaffen

WM 2018 Auslosung
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Uruguays Stars werden langsam zu Alt-Stars. Die zentralen Spieler, die Uruguay zu einer der gefürchtetsten Mannschaften Südamerikas machten, sind mittlerweile alle 30 Jahre oder älter. Dies betrifft Torhüter Fernando Muslera (31), Abwehrrecke Diego Godin (32) und Defensivallrounder Martin Caceres (30), genauso wie Rechtsverteidiger Maxi Pereira (33). Auch an der Offensive geht der Zahn der Zeit nicht spurlos vorbei. Linksaußen Cristian Rodriguez (32), Stürmer Cristian Stuani (31) sowie die beiden Superstars Luis Suarez (31) und Edinson Cavani (31) brauchen jüngere Unterstützung. Höchste Zeit den Generationswechsel einzuleiten. 

Und junge hungrige Spieler warten in allen Mannschaftsteilen auf ihre Chance, sich beweisen zu dürfen. Jose Gimenez (23) von Atletico Madrid durfte dies in der Innenverteidigung bereits 39 mal im Trikot Uruguays. Im Mittelfeld lauten Alternativen für die Zukunft Lucas Torreira (22), Rodrigo Bentancur (20), Federico Valverde (19) oder Nahitan Nandez (22). In der Offensive sind Giorgian De Arrascaeta (23) oder Maximiliano Gomez (21) neue Gesichter.

Mittelfeldmann Nandez lobt diesen eingeleiteten, sanften Umbruch gegenüber FIFA.com: “Coach Tabarez schaffte es die Spieler, die schon eine Weile dabei sind, mit uns neuen Jungs gut zu vermischen.” Der 22-jährige, der drei der letzten vier Spiele in der südamerikanischen WM-Qualifikation für Uruguay startete, erklärt Uruguays gut durchmischte Mannschaft wie folgt: “Uruguay leistet seit Jahren gute Arbeit im Jugendbereich. Deswegen konnten wir den Schritt nach oben machen. Wenn du zur A-Nationalmannschaft stößt, kennst du deine Mitspieler. Und du weißt auch, wie du zu arbeiten und dich zu verhalten hast. Die erfahreneren Spieler sind auch total auf dem Boden geblieben. All das hilft, gut in das Team zu kommen.”

Nandez freut sich auf Herausforderungen in Russland

Eine besondere Herausforderung ist für Nandez neben den Gruppenspielen gegen Ägypten und Saudi-Arabien das Duell mit Gastgeber Russland. Das möchte der 9-malige Nationalspieler auf keinen Fall verpassen. “Natürlich habe ich die WM und die Kaderliste im Kopf. Aber ich mache mich deswegen auch nicht verrückt. Ich will mich lieber voll auf das konzentrieren, was jetzt gerade passiert. Und ich muss bereit sein, für meinen Klub gute Leistungen zu zeigen. Das wird mir dann die Chance eröffnen, es zur WM zu schaffen,” behält der Profi der Boca Juniors von der anderen Rio de la Plata-Seite in Buenos Aires einen klaren Kopf.