Nach Wenger-Aus: Mustafi noch mit Zukunft bei Arsenal?

Deutsche Nationalmannschaft
Foto: Danilo Borges / Wikipedia (CC BY 3.0)

Arsene Wengers Amtszeit beim FC Arsenal London endet nach 22 Jahren in diesem Sommer. Durch das Ende der Ära des Franzosen, der immer treu zu Spielern stand, von denen er überzeugt war, auch wenn es einmal schlecht für die Akteure lief, dürfte einhergehen mit der Trennung Arsenals von einigen Profis. Ein neuer Trainer wird das Team nach seinen Vorstellungen anpassen wollen. Ein Kandidat für einen Abschied könnte dabei der deutsche Weltmeister von 2014 Shkodran Mustafi sein. 

Der Donnerstag-Abend fasste die Zeit von Shkodran Mustafi bei Arsenal in einer Nussschale zusammen. Im Europa League Halbfinale standen sich der FC Arsenal und Atletico Madrid gegenüber. Alles schien für das Premier League Team zu laufen. 80 Minuten mussten die Colchoneros in Unterzahl bestreiten, nachdem Verteidiger Vrsaljko bereits in der 10. Minute mit Gelb-Rot (!) vom Platz musste. In der 61. Minute erzielte Alexandre Lacazette das erlösende 1:0. Und auch Mustafi zeigte eine sichere und ansprechende Leistung gegen Madrids Angreifer.

Doch in der 82. Minute dann der große Auftritt von Atleticos Superstar Antoine Griezmann. Er setzte sich stark, aber auch glücklich gegen Koscielny und Torhüter Ospina durch. Nur noch Shokdran Mustafi hätte dem französischen Angreifer im Fünfmeterraum den Torerfolg vereiteln können – strauchelte aber und landete auf dem Rasen. Griezmann erzielte das 1:1, das Atletico in eine gute, mit der langen Unterzahl im Hinterkopf, in eine exzellente Ausgangsposition für das Rückspiel im Wanda Metropolitano bringt.

Mustafi nicht der einzige namenhafte Arsenal-Profi mit ungewisser Zukunft

Einmal mehr zeigten sich die Schwankungen bei Mustafi. Selbst der Profi gesteht sich ein, dass seine aktuelle Saison „ein bisschen wie die von Arsenal verläuft – mit Höhen und Tiefen.“ 2016 wurde der Weltmeister mit Deutschland in Brasilien 2014 von Arsenal aus Valencia verpflichtet, um die Abwehr zu stabilisieren. Das gelang dem 20-fachen Nationalspieler definitiv nicht. Was selbstverständlich nicht allein die Schuld des 26-Jährigen ist. Doch der kopfballstarke Innenverteidiger (drei Saisontore in der Premier League) ist eben dennoch Teil des wackligen Abwehrverbunds.

Obwohl der Verteidiger, der im letzten Sommer mit einem Wechsel zu Inter Mailand in Verbindung gebracht wurde, die Erwartungen also bislang nicht erfüllen konnte, hielt Wenger an dem Versprechen und dem Potenzial, das Mustafi zweifelsohne darstellt fest. Ob ein neuer Trainer dies auch machen wird, ist fraglich. Nicht nur bei Mustafi. Auch Profis wie Granit Xhaka, Danny Welbeck oder Jack Wilshere, alle mit großem Talent gesegnet, das sie aber zu selten abrufen, könnten Arsenal verlassen müssen. Selbst Mustafis Nebenmann in der Defensive, Kapitän Laurent Koscielny, könnte zur Diskussion stehen.