Nationalspieler Hector und Horn mit Köln in Liga 2?

Lars Stindl
Foto: Кирилл Венедиктов / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der Trend zeigt beim 1.FC Köln eindeutig in die richtige Richtung. Vier Punkte aus den letzten zwei Partien. In den letzten acht Spielen gelangen den Kölnern unter Neu-Trainer Stefan Ruthenbeck vier Siege (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Gegen die nach Europa schielenden Leipziger drehten die Kölner zuletzt mit viel Moral einen Rückstand in einen 2:1-Sieg. Und dennoch ist der Abstand zum rettenden Ufer noch groß. So dass sich Geschäftsführer Sport des FC Armin Veh mit einer drohenden Zukunft in Liga 2 befassen muss. Mit den Leistungsträgern und Nationalspielern Jonas Hector und Timo Horn? 

Mit einer enormen Hypothek aus der desaströsen Hinrunde gingen die Kölner in die Rückrunde. Mittlerweile können wieder Spiele gewonnen werden. Der Rückstand auf den Vorletzten HSV ist aufgeholt. Doch auf Relegationsplatz 16 fehlen immer noch sieben Punkte. Daher ist es von Armin Veh nur verantwortungsvoll, sich bei aller Hoffnung auf das Wunder Klassenerhalt auch bereits mit dem Szenario Abstieg auseinanderzusetzen. Und eine zentrale Frage ist dabei der mögliche Verbleib der deutschen Nationalspieler Jonas Hector und Timo Horn.

“Das wäre außergewöhnlich. Wenn sich der eine oder andere so entscheiden würde, dann sicherlich, weil der 1.FC Köln außergewöhnlich ist,” meint Geschäftsführer Veh. Inwiefern die Geißböcke außergewöhnlich sind: “Der FC ist ein großer Klub, der Spielern eine gute Perspektive bieten kann.”

Veh würde Horn und Hector Abschied nicht übel nehmen

Einerseits könne Veh natürlich verstehen, wenn junge, ambitionierte Nationalspieler im Falle des Abstiegs einen wechsel anstreben. “Andererseits wäre es aber doch einmal etwas komplett anderes, würde ein Nationalspieler oder ein Spieler mit großen Ambitionen für die Zukunft den Schritt in die 2. Liga wagen,” meint der Nachfolger von Jörg Schmadtke.

Selbstverständlich ist auch, dass Veh den Klassenerhalt solchen Überlegungen vorziehen würde. “Am liebsten wäre mir zunächst, wir würden die Klasse halten. Wenn das nicht klappt, kann das nächste Etappenziel nur ‚direkter Wiederaufstieg‘ lauten – was aber nie ein Selbstläufer ist.” Vielleicht ja mit Timo Horn und Jonas Hector.