Neymar unter Beschuss: Vater wehrt sich

Neymar
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Nach der heftigen Kritik wird zurückgegiftet. Rekordmann Neymar ist nach der 1:3-Pleite von Paris Saint-Germain im Achtelfinal-Hinspiel bei Real Madrid heftig kritisiert worden. Nun schießt sein Vater und Berater in aller Deutlichkeit zurück und stellt gar Kriegsvergleiche an.

Neymar Senior wollte sich die Kritik an seinem Sohn nicht gefallen lassen. Bei Instagram ätzt er: „In einem Krieg gibt es Menschen, die sich wie Geier aus dem Aas der Besiegten ernähren.“ Die Kritiker würden demnach „im Schatten von anderen, die talentierter sind“ leben. Sie sollten „ihren Frust besser beenden.“ Die Journalisten würden Neymar „jagen, um ihr eigenes Ego zu pushen.“

Gleichzeitig verteidigte Neymars Vater seinen Filius und benutzte auch hierfür martialische Worte. „Er hat eine Schlacht verloren, aber nicht den Krieg. Der Krieg meines Sohnes läuft seit seiner Kindheit. Er kämpft immer den guten Kampf, geht den Geiern immer aus dem Weg. Er wird immer stärker wiedergeboren!“

Brasilianer sind für Kriegsvergleiche und kampfeslustige Worte bekannt. Neymar Senior schießt dabei aber deutlich über das Ziel hinaus. „Mein Sohn wird wie ein Phönix aus der Asche wiedergeboren! Bereit für jeden Kampf, der vor uns liegt!“

Die Kritik nach der Niederlage bei Real Madrid war zuvor tatsächlich deutlich und fast schon schadenfroh ausgefallen. Dennoch müsste ein Mann, der für 222 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain wechselt, solche Worte aushalten müssen.

Die französische „L’Equipe“ schrieb z.B.: „Neymar muss eines Tages lernen, mehr mit seinen Teamkollegen zusammen zu spielen, vor allem wenn sie nicht Dani Alves heißen.“

Die spanische Presse ging dabei schon härter ins Gericht. „Neymar, um in Santiago Bernabeu zu gewinnen, ruf Messi an, er wird dir ein paar Tricks beibringen. Man lebt besser, wenn man Messi im Team hat, vor allem, wenn man Madrid besucht.“ (El Mundo Deportivo)

„Von 222 Millionen erwartet man mehr als nur die Bauchmuskeln im Internet zu zeigen.“ (Marca)

Auch in Italiens Presse war nicht nur Neymars schwaches Spiel Thema. „Wenn Neymar den Thron von Ronaldo will, er soll mehr treffen und weniger feiern. Beide hatten am fünften Februar Geburtstag. Während Ronaldo zu Hause bei seiner Familie blieb, hat Neymar eine Party organisiert, die drei Tage dauerte.“ (Gazzetta dello Sport)

Zuletzt war auch immer wieder berichtet worden, dass der Wechsel von Neymar zu Real Madrid nach der Weltmeisterschaft in Russland bereits fix sein. Die Verantwortlichen von Paris Saint-Germain hatten dies allerdings bestritten.