Neymar zweifelt an Trainer Tuchel – flüchtet der Superstar?

Neymar
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Paris-Superstar Neymar (26) schießt gegen den neuen Coach Thomas Tuchel (44)! Der 222-Millionen-Mann ist aber nicht der Einzige, der sich kritisch über die Verpflichtung von Tuchel äußert. Grund: die fehlenden großen Titel des ehemaligen Dortmund-Coaches.

Thomas Tuchel wird im Sommer die Nachfolge von Unai Emery (46) antreten. Nach dem Aus im Achtelfinale der Champions League war eine Weiterbeschäftigung des Trainers bei den schwerreichen Bossen nicht mehr vermittelbar. Tuchel soll mit seiner Spielphilosophie nun auch für internationale Erfolge sorgen. „Sportbuzzer“ berichtet, dass Tuchel bereits einen Zwei-Jahres-Vertrag plus Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben hat.

Doch ausgerechnet der brasilianische Superstar Neymar soll nun Zweifel geäußert haben, ob Tuchel der richtige Coach ist, um die großen Titel einzufahren. Laut der spanischen Zeitung „Don Balon“ hält Neymar es für keine gute Idee, einen Trainer mit bisher eher begrenzten Erfolgen einzustellen. Tuchels einziger Titel ist der DFB-Pokal 2016/17. Im Anschluss wurde er als BVB-Trainer nach einem „Dissens“ mit Boss Watzke entlassen.

Laut „Don Balon“ favorisiert Neymar Trainer wie Antonio Conte (48, FC Chelsea), Jürgen Klopp (50, FC Liverpool), José Mourinho (55, Manchester United) oder Joachim Löw (57, deutsche Nationalmannschaft). Zuletzt ist immer wieder von Wechseln Neymars zu Real Madrid oder Manchester United berichtet worden. Möglich, dass nun Bewegung in die Sache kommt.

Nicht nur Neymar: Ex-PSG-Stars wettern gegen Tuchel

In der französischen Zeitung „L’Equipe“ kamen nun auch ehemalige PSG-Stars zu Wort, die sich kritisch über die Tuchel-Verpflichtung äußerten. Patrick Colleter (1991 bis 1996, 157 Spiele für Paris) sagte z.B.: „Ich kann diese Entscheidung nicht verstehen.“ Vincent Guerin (Europapokal-Sieger mit PSG) sagte knallhart: „Ich hätte so einen Trainer nicht genommen. Er ist ein copy and paste von Emery, ein junger Trainer, der keinen Erfolg als Spieler hatte.“ Ex-Sportdirektor Michel Moutier vergleicht Tuchel sogar mit van Gaal: „Er bringt mich dazu, ein bisschen an van Gaal zu denken. Er hat damals die Spieler von Bayern gegen sich gehabt, nachdem er einige Spieler vom Frühstück verbannte, weil sie in Steppschuhen gekommen waren.“ Ex-Nationalstürmer Amara Simba ist ebenfalls misstrauisch: „Was hat er in seiner Karriere gewonnen? Ich kenne ihn nicht. Wenn du eine große Mannschaft bauen willst, muss der Trainer  Referenzen haben. Wenn Cristiano Ronaldo in Richtung Bank schaut, sieht er da Zidane: Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger, Weltfußballer.“

Was die Zitierten aber vermutlich gar nicht wissen: Tuchel schaffte es, Bayern München in Deutschland durchaus Paroli zu bieten. So konnte nicht nur der DFB-Pokal gewonnen werden, der BVB war unter Tuchel auch der beste Vizemeister aller Zeiten. Hinter schier übermächtigen Bayern. Der BVB fiel nach der Entlassung Tuchels fast in sich zusammen.

Auch der Ex-Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang (28) äußerte sich zu seinem ehemaligen Trainer: „Man wird sehen, wie er die Kabine managt. Das ist das Schwierigste bei den großen Mannschaften. Er ist einer, der ein bisschen verrückt ist. Ein bisschen wie ich“, so der Arsenal-Spieler gegenüber dem französischen TV-Sender SFR.