„Nur Knochenprellung“ – Granit Xhaka wird für die Schweiz bei der WM auflaufen

WM 2018 Auslosung
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Aufatmen bei der „Nati“! Starspieler Granit Xhaka (25) hat sich am Donnerstag im Training doch nicht so schwer verletzt wie zunächst befürchtet. Die WM-Teilnahme für die Schweiz ist damit nicht in Gefahr. Der Mittelfeldmann ist ein wichtiger Spieler im System von Trainer Petkovic. Dieser muss sich unterdessen Kritik gefallen lassen – aufgrund der Wetterlage.

Granit Xhaka hat sich im Training der Schweizer Nationalmannschaft am Donnerstagabend eine Knochenprellung zugezogen. Das teilt der Schweizer Fußballverband SFV mit. Xhaka blieb nach einem Zweikampf mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen. Die Nationalmannschaft befindet sich derzeit im Trainingslager in Lugano. Bei der WM spielt das Team in einer Gruppe gegen Brasilien, Costa Rica und Serbien. Sollten die Eidgenossen das Achtelfinale erreichen, könnte Deutschland der Gegner werden.

Xhaka wurde nach dem Zweikampf für einige Minuten behandelt. Anschließend konnte er zwar wieder aufstehen, musste allerdings von zwei Betreuern gestützt werden. Im Teamhotel wurde der ehemalige Mönchengladbacher von Teamarzt Dr. Pierre Etienne Fournier behandelt. Xhaka spürte starke Schmerzen im Außenbereich des linken Knies. Noch am späteren Abend folgte aber die Entwarnung: Es handelt sich „nur“ im eine Knochenprellung. Der Spieler muss für ein paar Tage aussetzen. Ob er für die Schweiz im Testspiel am kommenden Sonntag in Villareal gegen Spanien auflaufen kann, ist noch unklar. Damit könnte Xhaka erstmals seit dem 7. Oktober 2016 (3:2-Sieg in Ungarn) wieder ein Länderspiel verpassen.

Granit Xhaka mit langer Saison bei Arsenal

Granit Xhaka kommt bislang auf 61 Länderspiele, neun Tore und fünf Vorlagen. Von 2012 bis 2016 war er bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag (108 Bundesligaspiele). Seit 2016 spielt Xhaka für Arsenal London. In der abgelaufenen Spielzeit bestritt er 48 Pflichtspiele für Arsenal (drei Tore, acht Vorlagen).

Nationaltrainer Petkovic muss sich unterdessen Kritik der Schweizer Medien gefallen lassen. Über Lugano ging ein heftiges Gewitter mit Starkregen und Wolkenbrüchen nieder. Die Wassermassen verwandelten den Platz in eine einzige Pfütze. Dennoch brach Petkovic das Training nicht ab. Einige Journalisten kritisieren, das Risiko weiterer Verletzungen wäre viel zu hoch gewesen. Umso erleichterter ist man nun in der Schweiz, dass auch Xhaka nur leicht verletzt ist.