Osako wechselt nach Bremen – nach der WM für Japan?

WM 2018
Paparacy / Shutterstock.com

Nach den starken Treuebekenntnissen von Timo Horn, Jonas Hector, Christian Clemens oder Marcel Risse verlässt nun ein zweiter gefragter Profi nach Leonardo Bittencourt (geht zur TSG Hoffenheim) den 1. FC Köln. Stürmer Yuya Osako schließt sich für sechs Millionen Euro dem SV Werder Bremen an. Ab der kommenden Saison kickt Osako also in Grün-Weiß. Ob er davor noch im Blau der japanischen Nationalmannschaft bei der WM auflaufen wird, ist noch unklar. Denn der japanische Verband entschied, die Öffentlichkeit nicht über den vorläufigen Kader der Samurai Blue für die WM in Russland aufzuklären.

Dennoch ist davon auszugehen, dass Japans neuer Nationaltrainer Akira Nishino nicht auf den Bundesliga-Legionär verzichten wird. Denn zuletzt stand Osako immer im japanischen Aufgebot, wenn er fit war. Und auch in Köln war Osako fast immer in der Startelf, so er denn einsatzfähig war. In 25 Saisonspielen erzielte der japanische Angreifer in dieser für den Effzeh schwierigen Saison vier Tore. Nun wird er ab nächster Saison in Bremen auf Torejagd gehen. Somit kompensieren die Werderaner, dass Leihstürmer Ishak Belfodil nicht gehalten werden konnte. Der Algerier schließt sich stattdessen der TSG Hoffenheim an.

Über die Verpflichtung Osakos zeigen sich die Verantwortlichen von Werder Bremen einhellig hocherfreut. Bremens Geschäftsführer Frank Baumann meint zum Beispiel: „Wir freuen uns, dass wir mit Yuya Osako einen wichtigen Baustein in unserem Kader dazugewinnen konnten und uns in der Offensive um einen technisch starken und flexiblen Spieler verstärken können. Zudem verfügt Yuya bereits über große Erfahrung in der Bundesliga.“

Osako freut sich auf die Fans von Traditionsklub Werder

Auch Trainer Florian Kohfeldt ist über den neuen Baustein in seinem Team begeistert: „Yuya ist eine große Verstärkung für uns. Er ist sehr kreativ und bewegt sich gut in den Zwischenräumen. Darüber hinaus kann er den entscheidenden Pass spielen, ist aber auch selbst sehr torgefährlich,“ schätzt er die Verpflichtung ein.

Und auch der japanische Spieler selbst brennt auf die neue Herausforderung beim Weser-Klub. „Ich habe Werder in den letzten Jahren als Verein mit großartigen Fans und viel Tradition wahrgenommen. Ich freue mich auf die Aufgabe und möchte dazu beitragen, den eingeschlagenen Weg der letzten Monate fortzusetzen.“