Peru: Paolo Guerrero zählt die Tage bis zur WM

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Foto: donfiore1 / depositphotos

Paolo Guerrero muss aufgrund seiner Dopingsperre noch pausieren. Diese freie Zeit nutzt er aber, um sich persönlich in Topform zu bringen. Mit Privattraining feilt er an seiner Fitness, um bei der WM vorangehen zu können. Nur dank einer Minderung seiner Sperre für eine auffällige Dopingprobe kann der Peruaner für sein Land bei der WM 2018 mitwirken und ganz Peru atmet auf. 

Am 16. November letzten Jahres lag sich ganz Peru in den Armen. Denn durch das 2:0 gegen Neuseeland an diesem Tag war dem Andenstaat die erste WM-Teilnahme seit 1982 nicht mehr zu nehmen. Nicht einmal ein Monat später war von der grenzenlosen Freude nichts mehr zu spüren, denn der Anführer der Nationalmannschaft Paolo Guerrero wurde von der FIFA für ein Jahr für sämtliche Spiele gesperrt. So drohte er auch für die WM in Russland auszufallen.

Das Entsetzen war groß in Peru. Denn ohne ihren erfahrenen Starstürmer und emotionalen Leader sahen die Peruaner ihre Chancen auf das Überstehen der Gruppenphase bei der WM schwinden. Doch dann die Kehrtwende der FIFA. Nach peruanischem Protest und genauerer Untersuchung der Sachlage wurde die Sperre auf ein halbes Jahr gekürzt, also bis Anfang Mai. Schließlich kann der Nationalheld bei der so lange ersehnten WM nun doch auflaufen.

Und der oft so eigensinnige Star-Stürmer scheint diese Chance nutzen zu wollen. Vorbildlich halte er sich fit, habe sein Optimalgewicht, vermeldet das peruanische Magazin Libero. Besonders das Treffen mit Papst Franziskus in Lima habe ihn noch einmal motiviert Großes für sein Land zu vollbringen.

Was bringt die WM für international gefragte Peru-Profis?

Schon allein die Teilnahme an der WM-Endrunde bedeutet Großes für Peru. Und davon profitieren auch die Profis, die das möglich machten. Denn aus dem peruanischen Kader wechselten 14 Spieler aus der heimischen Liga ins Ausland, neun davon alleine nach Mexiko.

Das rentiert sich nicht nur für die jeweiligen Profis (finanziell), sondern auch für die Nationalmannschaft als Ganzes. Denn die Erfahrung in den höher einzuschätzenden Ligen in Mexiko, Brasilien oder Argentinien tut den ehemals heimischen Profis gut.

Im Mix mit erfahrenen Recken wie Jefferson Farfan (ehemals Schalke 04) oder eben Paolo Guerrero wird es spannend zu beobachten, was die hungrige peruanische Mannschaft in Russland erreicht. In einer Vorrunde mit Frankreich, Dänemark und Australien kann der Achtelfinaleinzug durchaus gelingen.