Real und Ronaldo bereit für PSG

Crisitiano Ronaldo
Foto: Fanny Schertzer / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der doppelte Titelverteidiger, erste Mannschaft, die die Champions League zweimal in Folge gewinnen konnte und Rekord-Champion Real Madrid auf der einen Seite. Auf der anderen Starensemble und Millionentruppe, Transferkönige um Neymar und Mbappe und Dominator der französischen Ligue 1 Paris Saint-Germain. Diese beiden Giganten treffen am Mittwoch im Achtelfinale, das aber ein gefühltes Finale darstellt, in Madrid aufeinander. Ikone Cristiano Ronaldo und seine Blancos haben sich für diesen Blockbuster am Wochenende schon einmal warmgeschossen. 

5:2 musste sich ein defensiv vollkommen hilfloses Real Sociedad San Sebastian den Königlichen geschlagen geben. Schon in der ersten Minute erzielte Vazquez den Auftakt-Treffer für die Hauptstädter nach Ronaldo-Vorarbeit. Auch Toni Kroos, im 4-4-2 neben Modric auf der Doppelsechs, traf mit einem feiner Schusstechnik.

Doch das Rampenlicht gehörte endlich wieder einmal Cristiano Ronaldo. Nicht nur Real Madrid, auch CR7 persönlich ist ja viel zu häufig schon gestrauchelt in La Liga in dieser Saison. Die Madrilenen liegen uneinholbar scheinende 16 Zähler hinter dem großen Rivalen FC Barcelona nur auf Rang 3. Und ihr portugiesischer Superstar erzielte bis zu diesem Wochenende erst mickrige acht Tore.

Gegen San Sebastian legte er nun Treffer  9, 10 und 11 nach, einmal per Direktabnahme, einmal per Kopf und einmal ganz der Strafraumstürmer per Abstauber. Anders erging es seinem deutlich in der Kritik stehenden Nebenmann Karim Benzema, der wieder einige Chancen, unter anderem eine riesige Möglichkeit in der Nachspielzeit, liegen ließ. Pfiffe und böses Lachen der Fans war die Quittung. Auch Ronaldo verpasste es bei einer Großchance den Schlusspunkt zum 6:2 zu setzen. Doch Pfiffe für den Portugiesen waren nach dieser Gala undenkbar. Schließlich ist Madrid im Topspiel gegen Paris in der Champions League auf ihren Superstar angewiesen.

Ronaldo: Im Sommer die letzte Chance auf den WM-Titel?

Einen Cristiano Ronaldo in Topform kann auch der portugiesische Nationaltrainer Fernando Santos gut gebrauchen. Der amtierende Europameister verfügt über eine Vielzahl an jungen Talenten in der Offensive. Linksaußen Goncalo Guedes (21) verzaubert im Trikot des FC Valencia die spanische Liga. Gelson Martins (22) ist der Durchstarter bei Sporting Lissabon und in der Liga des Europameisters. Und Bernardo Silva (23) sammelt ordentlich Einsatzzeit unter Pep Guardiola bei Manchester City.

Die tragende Säule und Führungsfigur dieser Offensive muss aber Routinier Ronaldo werden. Und der dürfte bis in die gestylten Haarspitzen motiviert sein. Denn mit 33 Jahren dürfte das die letzte WM sein, an der der portugiesische Weltstar auf seinem höchsten Leistungslevel teilnimmt. In der WM-Vorrunde trifft er mit seinem Nationalteam auf Spanien, den Iran und Marokko.