Rote Karte und Dani Alves als Ersatz: Kevin Trapp im Tief

WM 2018 Nachrichten
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Startelf-Einsätze hatten bei Kevin Trapp zuletzt Seltenheitswert. Doch im französischen Pokal darf er das Tor von Paris Saint-Germain hüten. Allerdings hat Trapp die Chance verpasst, sich mit einer guten Leistung zurück ins Rampenlicht zu spielen. Im Gegenteil: beim 4:1 (2:1) beim FC Sochaux flog der Ex-Frankfurter gar vom Platz.

In der 90. Spielminute foulte der Pariser Schlussmann Thomas Robinet außerhalb des Strafraums und sah die rote Karte. PSG hatte schon drei Mal gewechselt. Also musste der brasilianische Rechtsverteidiger Dani Alves in der Nachspielzeit ins Tor. Alves streifte sich das Trikot von Trapp über. Kurios: Das Shirt wirkte überdimensional. Trapp ist ganze 17 Zentimeter größer als Dani Alves (1,89 Meter zu 1,72 Meter). Eingreifen musste der gelernte Verteidiger dann aber nicht mehr.

Trapp stampfte nach seinem Platzverweis wutentbrannt in die Katakomben. Womöglich war es sein letzter Saisoneinsatz für Paris Saint-Germain. In der Liga bekam in dieser Saison Alphonse Areola den Vorzug, genauso in der Champions League. Im Pokal durfte Trapp bislang ran, ist nun aber gesperrt. Fraglich, ob Joachim Löw auf Kevin Trapp als dritten Torwart bei der WM in Russland setzen wird. Hinter Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen, gelten auch Bernd Leno, Ron-Robert Zieler, Ralf Fährmann und Sven Ulreich als Kandidaten. Trapp absolvierte bislang zwei A-Länderspiele für Deutschland.

Dani Alves, einer der Stars der brasilianischen Nationalmannschaft, postete nach dem Spiel ein Bild von sich im XXL-Trikot. Dazu schrieb er: “Was für ein geiler Torwart. Die Neidischen werden sagen, dass das eine Foto-Montage ist.”

Beim 4:1 in Sochaux ist Alves’ Landsmann Neymar geschont worden. Die Tore erzielten Edinson Cavani und Angel di Maria per Dreierpack. Zweitligist Sochaux, das vom deutschen Trainer Peter Zeidler betreut wird, kam zwischenzeitlich zum überraschenden Ausgleich durch Florian Martin. Letztlich fuhr Paris aber einen nie gefährdeten Sieg ein, bei dem nur Kevin Trapp negativ auffiel.

Der deutsche Weltmeister Julian Draxler kam bei Paris über die gesamte Spielzeit zum Einsatz.