Rückrundenstart in Russland: Lok Moskau mit Farfan auf Titelkurs

WM 2018 Spielort: Moskau
Foto: Achim Hepp / Flickr (CC BY-SA 2.0)

Dieses Wochenende startet die Liga des WM-Gastgebers Russland in eine kurze Rückrunde. Zehn Spieltage sind nach fast dreimonatiger Winterpause noch zu absolvieren. Bestätigt Lokomotive Moskau seine starke Hinrunde, dürfte ihnen der Meistertitel nicht mehr zu nehmen sein. Mit acht Punkten Vorsprung starten die Eisenbahner in die Restsaison. Doch es wartet gleich eine Woche der Entscheidung. Umso besser also, dass Leistungsträger Jefferson Farfan pünktlich wieder fit zu werden scheint. 

Pokalsieger gegen Meister aus der Vorsaison. Erster gegen Dritter in der aktuellen Tabelle. Das Duell von Lokomotive Moskau mit Spartak Moskau ist wahrlich ein Spitzenspiel. Und könnte schon eine kleine Vorentscheidung im Meisterschaftskampf liefern. Denn Lok liegt acht Punkte vor den Verfolgern Zenit St. Petersburg und eben Spartak Moskau. FK Krasnodar und ZSKA Moskau haben bereits neun, beziehungsweise zehn Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter.

Diesen großen Vorsprung haben die Mannen von Trainer-Routinier Yuri Semin auch einem alten Bekannten aus der Bundesliga zu verdanken. Denn der Peruaner Jefferson Farfan erlebt in Moskau seinen zweiten Frühling. Acht Tore und fünf Vorlagen steuerte er zu Loks Wintermeisterschaft bei. Beim wichtigen Auswärtssieg in St. Petersburg schoss er den damaligen Tabellenführer Zenit allein aus dem Stadion. Zwei Tore, eine Vorlage, 3:0 für Lok. Durch diesen Sieg erklommen die Moskauer die Tabellenspitze und bauten den Vorsprung seither mächtig aus.

Und auch in der Europa League zeigt sich der langjährige Schalker (228 Spiele, 53 Tore, 70 Vorlagen) treffsicher. Vier Tore erzielte er im kleinen Europacup. Auch dort wartet gleich ein Schicksalsspiel, die Auswärtspartie gegen den Favoriten Atletico Madrid im Achtelfinale. Nur gut also, dass Farfan seine Muskelverletzung überstanden zu haben scheint und wieder einsatzbereit ist.

Russland-Experte Farfan bei der WM für Peru am Ball

Nach seiner Schalker Zeit wechselte der mittlerweile 33-Jährige in die Vereinigten Arabischen Emirate zu Al-Jazira. Lokomotive Moskau holte ihn dann, nachdem sein Vertrag dort auslief, aus der Vereinslosigkeit. Ein Gewinn für beide Seiten. Denn bei Lok knüpft Farfan an seine besten Schalker Tage an.

Darauf vertraut auch die peruanische Nationalmannschaft. Denn bei der WM soll Farfan mit Paolo Guerrero, einem anderen erfahrenen Ex-Bundesliga-Profi (FC Bayern, HSV) führen. In der Vorrunde trifft Peru auf Frankreich, Dänemark und Australien und darf sich durchaus berechtigt Hoffnungen auf das Erreichen des Achtelfinales machen.