Russische WM-Hoffnungen Smolov und Samedov: Achtelfinale Minimalziel

Russland National Mannschaft
Das Russische Team

Heute Abend hat das lange Warten endlich ein Ende. Vier Jahre WM-lose Zeit werden mit dem Anpfiff der Eröffnungspartie zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien beendet sein. Die beiden vielleicht größten Stars des russischen Teams, Fyodor Smolov und Aleksandr Samedov, bezogen im Vorfeld gegenüber fifa.com noch einmal Stellung zu ihrer Vorfreude, dass es endlich los geht, ihrer Einschätzung des ersten Gegners Saudi-Arabien und  den Zielen des russischen Teams. 

Flügelspieler Samedov fiebert dem Turnierstart entgegen.“Die Motivation vor diesen Turnieren ist besonders. Jeden Tag versucht man, auf seinem höchsten Level zu arbeiten. Ich weiß bereits, wie intensiv eine Weltmeisterschaft ist,“ blickt er auf seine Erfahrungen zurück. „Es ist die größte Bühne, auf der man spielen kann. Ich bleibe bei meinen Vorbereitungen ruhig. Denn die Psyche ist auch ein wichtiger Faktor. Dennoch ist der Druck da. Es ist unsere Heim-WM und wir eröffnen das Turnier. Die ganze Welt wird auf uns schauen.“ Dass das nicht ohne besonderes Nervenflattern im Vorfeld abläuft, ist nachvollziehbar.

Im ersten Match trifft Russland auf Saudi-Arabien. Stürmer Fyodor Smolov warnt davor, die Saudis zu unterschätzen. „Sie sind ein technisch ziemlich starkes Team und darauf aus, kurze und mittellange Pässe zu spielen, den Ball zu kontrollieren. Sie haben einige schnelle Spieler im Angriff. Ihr Trainer ist aus Chile, man kann sehen, dass er versucht, sie zu passintensivem Fußball zu bringen.“

Samedov und Smolov sind sich einig: Ziel ist das Achtelfinale

Dass gegen Saudi-Arabien dennoch ein Sieg eingefahren werden und somit der erste Schritt zum Überstehen der Gruppenphase gemacht werden soll, versteht sich für die beiden russischen Offensiven von selbst. Schließlich halten sie mit ihren Zielen nicht lange hinter dem Berg. „Egal, was passiert, wir müssen die Gruppenphases überstehen,“ erklärt Samedov. „Wir müssen das erste Spiel gewinnen. Und dann das zweite. Wir dürfen nichts bis in die letzte Minute offen lassen. Ich war zuvor schon bei drei großen Turnieren dabei und jedes Mal ging es im dritten Vorrundenspiel für uns noch um alles. Jetzt müssen wir alles dafür tun, dass es nicht wieder so läuft. Ich gebe keine Voraussagen ab. Wir haben unser Eröffnungsspiel am 14. Juni. Das ist ein überwältigender Moment für jeden von uns und wir müssen auf den Platz gehen und gewinnen. Ich habe Vertrauen in meine Teamkameraden und ich habe Vertrauen in mich selbst. Wir haben hart gearbeitet und sind gut vorbereitet. Wir sitzen nicht herum und machen uns sorgen was passiert, wenn es nicht klappt für uns. Wir wissen, was wir wollen und wohin unsere Reise geht.“

Diesen Eindruck macht auch Fyodor Smolov. „Wir haben eine Tonne von Arbeit hinter uns. Physisch ist das Team in großartiger Verfassung. Es bringt nichts, sich die Ergebnisse von Testspielen anzusehen. Alle Mannschaften haben ihre eigenen Pläne ausgearbeitet. Ich bin sicher, dass wir zeigen werden, zu was wir fähig sind bei der WM. Wir haben drei sichere Spiele in der Gruppenphase. Momentan ist das Ziel, aus der Gruppe weiterzukommen. Ich hoffe, das schaffen wir. Und danach sehen wir weiter.“ Das Minimalziel Achtelfinale kann also jederzeit noch angepasst werden.