Sami Khedira: Als “Lahmarsch” kritisiert und verletzt

WM 2018 Nachrichten
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Typisch Italien. Vor wenigen Tagen noch als Weltklasse gefeiert, nun medial niedergemacht. Sami Khedira erlebt derzeit die Extreme bei Juventus Turin. Zu allem Überfluss kommt nun auch eine Verletzung dazu.

2:0 geführt, am Ende doch nur 2:2 vor heimischem Publikum im Champions League Achtelfinal-Hinspiel. Nach dem enttäuschenden Remis gegen Tottenham Hotspur, ist die Ausgangslage für die “Alte Dame” alles andere als optimal. Weltmeister Khedira wurde dabei nach 66 Minuten ausgewechselt. Er droht nun aufgrund einer Oberschenkel-Verletzung für das Derby beim FC Turin auszufallen.

Nachdem Sami Khedira in den letzten Wochen, vor allem nach dem 7:0 gegen Sassuolo, in den höchsten Tönen gelobt wurde, erlebt er nun das andere Extrem. Die “Gazzetta dello Sport” analysierte: “Khedira war der Schlechteste, hinkte nur hinterher. Er im Lahmarsch-Modus. Im Mittelfeld komplett abgetaucht nach der Halbzeit. Es wurde mit einer extremen Schnelligkeit und Intensität gespielt. Da schleppte sich Khedira körperlich nur durch.” Doch nicht nur Khedira bekam sein Fett weg. “Juve verschenkt ein Spiel, das eigentlich schon gewonnen war. Das Team erlitt einen physischen und psychologischen Zusammenbruch. Das ist unerklärlich.”

Auch “Tuttosport” machte Sami Khedira zur Zielscheibe: “Er leidet unter dem Tempo des Gegners. Khedira hatte wenige Ballkontakte und große Schwierigkeiten, das Mittelfeld dicht zu machen.” Auch “La Stampa” schlägt in eine ähnliche Kerbe: “Khedira: viel Verwirrung und keine Idee.”

Juventus-Trainer Massimiliano Allegri verteidigte seine Spieler nach der heftigen Kritik. “Wir tun unser Bestes, und meine Spieler sollten glücklich sein, weil sie eine fantastische Saison erleben. Juventus spielt, um die Champions League zu gewinnen. Aber Siege in der Champions League sind nicht die Normalität. Es ist unmöglich, jedes Jahr das Finale zu erreichen”, so der Erfolgstrainer. “Vielleicht dachten einige, dass wir 4:0 hätten gewinnen müssen. Immerhin: Wir haben nicht 0:8 verloren”, so Allegri spürbar genervt.

Juventus Turin hatte das Spiel gegen Tottenham zunächst klar im Griff, ging durch zwei Higuain-Treffer früh in Führung. Doch nach einer halben Stunde spielten sich die Gäste aus London frei. Dank Starstürmer Harry Kane gelang der Anschlusstreffer. In der zweiten Hälfte traf schließlich Christian Eriksen per direktem Freistoß zum 2:2. Dabei machtee Torwartlegende Gigi Buffon keine gute Figur. Dabei hätte Juventus gar auf 3:1 erhöhen können. Higuain setzte seinen zweiten Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte allerdings an die Latte.

Das Rückspiel im Londoner Wembley-Stadion findet am 7. März statt.