Santiago Ascacibar: Mit Maradona-Tattoo nach Russland

WM 2018
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Überraschung bei WM-Teilnehmer Argentinien. Einheimische Medien berichten, dass Stuttgarts Mittelfeldmann Santiago Ascacibar ganz oben auf der Liste von Nationaltrainer Sampaoli für die Weltmeisterschaft in Russland steht. Der 21-Jährige soll Lucas Biglia vom AC Mailand ersetzen, der für die WM ausfallen wird.

Biglia hatte sich am Wochenende zwei Lendenwirbel gebrochen und muss seinen WM-Traum nun begraben. Argentinische Medien wollen erfahren haben, dass Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart nun in den Kader rücken soll. Auch er spielt auf der Sechserposition.

Sein Verein, der VfB Stuttgart, soll über das Interesse bereits informiert worden sein. Allzu überraschend würde eine Nominierung allerdings nicht kommen. Ascacibar spielt eine starke Saison und verdoppelte seinen Marktwert in dieser Spielzeit auf rund 15 Millionen Euro. 2017 war er für 8 Millionen Euro an den Neckar gewechselt.

Santiago Ascacibar spielt hart, ruppig und kompromisslos. Dafür sprechen auch zehn gelbe Karten in 27 Spielen. Allerdings: Der Argentinier wurde häufiger gefoult (56 Mal, VfB-Höchstwert). Er selbst teilte “nur” 32 Mal aus. Ein weiterer Top-Wert: Keiner im VfB-Team läuft so viel  wie er: pro Spiel durchschnittlich 12 Kilometer.

Was Ascacibar mit Messi gemeinsam hat

Die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut hat seit dem vergangenen Wochenende den Klassenerhalt sicher. Ascacibar hat zwar keinen besonderen Zug zum Tor (eine Vorlage), hält die Mannschaft aber, ähnlich wie Benjamin Pavard, defensiv zusammen.

“Ich bin selber verwundert, wie schnell ich mich zurechtgefunden habe”, sagte Ascacibar vor kurzem. Dabei half auch sein Vater, der die ersten Monate mit ihm in Esslingen wohnte. Seit einigen Wochen wohnt seine Freundin Karen bei ihm. Ascacibar ist ein Spieler, der in der Bundesliga auffällt: Er ist nur 1,68 Meter groß und hat ein Tattoo von Argentiniens Legende Diego Maradona auf der rechten Wade.

Santiago Ascacibar absolvierte bislang noch kein A-Länderspiel, ist in der Heimat allerdings längst kein Unbekannter mehr. 2016 bestritt er drei Partien für Argentiniens Olympia-Team. Für die U20 seines Landes kam er 11 Mal zum Einsatz. Übrigens: Sein zweiter Vorname lautet Lionel. Gut möglich, dass er an der Seite von Lionel Messi um den WM-Titel in Russland kämpfen wird. In der Gruppenphase trifft der WM-Finalist von 2014 auf Kroatien, Nigeria und Island.