Schalke blitzt bei Bayerns Rudy ab

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Foto: donfiore1 / depositphotos

Manager Christian Heidel muss in diesen Wochen einen schwierigen Spagat hinbekommen. Einerseits muss er den Kader für die anstehende Saison, in der sein Klub Schalke 04 wieder in die Champions League zurückkehren wird, aufrüsten und auch verbreitern. Andererseits will der erfahrene Manager keinen zu großen Umbruch. Schließlich sollen auch die Spieler, die die Vizemeisterschaft für Königsblau errungen haben, belohnt werden. Bei einer vielversprechenden Mittelfeldalternative, Sebastian Rudy, ist er nun aber scheinbar abgeblitzt. Dafür sind die Verhandlungen um eine andere weit fortgeschritten. 

Denn der Spieler selbst erteilt Wechselgerüchten und Interessen anderer Vereine eine kategorische Absage. „Ich möchte nicht weg von hier. Ein Wechsel steht nicht zur Debatte,“ lässt der 28-Jährige keinen Raum für Spekulationen. Und das obwohl der Ex-Hoffenheimer in seiner Premierensaison beim FC Bayern erst in der Schlussphase der Saison, als die Meisterschaft längst eingetütet und die Champions League im Fokus stand, regelmäßig zum Einsatz kam.

Und die Konkurrenz wird in der kommenden Saison noch härter. Ironischerweise befeuert durch einen Noch-Schalker. Denn Leon Goretzka verstärkt zur kommenden Saison das zentrale Mittelfeld. In dem sich Stand jetzt mit Javi Martinez, Thiago, James, Arturo Vidal, Corentin Tolisso, Thomas Müller und Rückkehrer Renato Sanches noch zahlreiche andere Profis mit Anspruch auf Spielzeit tummeln. Dennoch will Rudy in sein zweites Jahr beim FCB gehen und den Konkurrenzkampf forcieren.

Alternative zu Rudy: Suat Serdar kurz vor Unterschrift auf Schalke

Für den FC Schalke 04 hat der umtriebige Manager Christian Heidel schnell eine Alternative zum 24-maligen deutschen Nationalspieler Rudy, der auf eine Nominierung zur WM hofft, gefunden. Suat Serdar soll von Heidels Ex-Klub Mainz 05 nach Schalke wechseln. Der 21-Jährige kann die 05er aufgrund einer Ausstiegsklausel für 11 Mio. Euro verlassen. Und die Verhandlungen zwischen dem Spieler und seinem möglichen neuen Verein Schalke 04 sind weit fortgeschritten.

„Wir sind da auf einem sehr guten Weg“, bestätigte Heidel und gibt einen Einblick in seine Kaderplanung für die kommende Saison. „Wir brauchen einen Mix aus erfahrenen Profis und Spielern, bei denen noch Entwicklungspotential besteht. Dies sieht unser Trainer Domenico Tedesco in Suat, ich ebenso. Serdar hat jetzt seine erste richtige Bundesliga-Saison gespielt, und wir glauben, dass wir ihn noch besser machen können und viel Freude an ihm haben werden.“ Nach den ablösefreien Abgängen von Max Meyer und Leon Goretzka und den bereits feststehenden Verpflichtungen von Mark Uth (TSG Hoffenheim, ablösefrei) und Salif Sane (Hannover 96, sieben Mio. Euro) will Heidel neben Serdar nur noch „maximal zwei“ neue Spieler für die kommende Saison verpflichten.