Schalker Personalpuzzle: Höwedes und Meyer ohne Zukunft in Königsblau

Benedikt Höwedes
Foto: Michael Kranewitter / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Dass Leon Goretzka den FC Schalke 04 im Sommer verlassen wird, ist schon seit längerem klar. Nun herrscht auch in der Causa Max Meyer Gewissheit: auch der Blondschopf wird kommende Saison nicht mehr in Königsblau auflaufen. Und auch bei Benedikt Höwedes kristallisiert sich heraus, dass es für ihn keine Zukunft in Gelsenkirchen geben wird. Ein Sommer mit reichlich Arbeit folgt für S04-Manager Christian Heidel also auf einen turbulenten Frühling. Allzu groß soll der Umbruch auf Schalke dennoch nicht ausfallen. 

„Er wird den Verein definitiv zum Sommer verlassen,“ lässt Heidel keinen Raum für Spekulationen oder Hintertürchen im Fall Max Meyer. Im Argen liegt zwischen dem Verein und dem Spieler gemäß Manager Heidel aber nichts. „Wir gehen hochprofessionell mit der Situation um. Es gab und gibt kein böses Wort von beiden Seiten.“ Schalke hat Meyer mehrere Angebote zur Vertragsverlängerung und ist nach Angaben des Vereins bis an die finanzielle Schmerzgrenze gegangen um den 22-Jährigen zu halten. Dieser entschied sich dennoch gegen die Offerten. Nachdem Barcelona bei Meyer bereits abwinkte, gelten nun der FC Arsenal London und RB Leipzig als aussichtsreiche Kandidaten für eine Meyer-Verpflichtung.

Neben dem Schalker Eigengewächs hat auch Urgestein Benedikt Höwedes keine Perspektive mehr auf Schalke. Der momentan an Juventus Turin verliehene Verteidiger hatte im Leihvertrag eine Kaufpflicht über bis zu 16 Mio. Euro verankert, die sich automatisch nach 25 Einsätzen für die Alte Dame aktiviert hätte. Nach langwierigen Verletzungspausen kann Höwedes diese Anzahl von Spielen nicht mehr erreichen. Die Ablöse kann also frei verhandelt werden. Juventus ist Medienberichten zufolge bereit, vier Mio. Euro für den Weltmeister von 2014 zu bieten. Ob Höwedes so der Wunsch, in Norditalien bleiben zu können, erfüllt wird, bleibt abzuwarten.

Welche Zugänge ersetzen Goretzka, Meyer und Höwedes

Da Höwedes auch in dieser Saison schon nicht mehr im Schalker Kader stand, muss der 30-Jährige nicht direkt ersetzt werden. Dennoch hat Schalke mit Salif Sane bereits die Verpflichtung eines zusätzlichen Verteidigers realisiert. Der Senegalese kann aber auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Und auch in der Offensive waren die Knappen bereits tätig. Mark Uth wird ablösefrei aus Hoffenheim kommen.

An allzu viele neue Gesichter werden sich die Schalker Fans aber laut Christian Heidel nicht gewöhnen müssen. „Es werden, das ist unser aktueller Plan, insgesamt vier bis maximal fünf neue Spieler kommen.“ Nach Sane und Uth, also noch zwei oder drei Neuzugänge. Als heißer Kandidat gilt Hoffenheims Nadiem Amiri, der über eine Ausstiegsklausel verfügen soll. Doch auch Spielern aus dem eigenen Kader wird der nächste Schritt zugetraut. So zeigen sich Manager Heidel und Coach Domenico Tedesco zum Beispiel angetan von der jüngsten Entwicklung Nabil Bentalebs.