Spanien bombt sich in engsten Favoritenkreis

WM 2018
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Spanien gegen Argentinien. Was auch gut und gerne als WM-Finale herhalten könnte, war am Dienstag Abend der Testspielkracher im Wanda Metropolitano in Madrid. Und die Iberer schlossen nahtlos an ihre starke Leistung gegen Deutschland an. Doch diesmal kombinierten sie nicht nur stark, sondern münzten diese spielerische Klasse auch noch in Tore um. Mit 6:1 wurden die Argentinier verprügelt. Die Gauchos taten sich bereits in ihrem ersten Testspiel gegen Italien schwer (2:0-Sieg) und haben noch einiges an Arbeit vor sich bis zur WM-Endrunde. Dann hoffentlich auch wieder mit ihrem Superstar. 

Denn wie schon gegen Italien musste Argentinien auch gegen Spanien wieder ohne ihre Nummer 10 Lionel Messi auskommen. Dafür erhielten junge Spieler wie Fabricio Bustos, Nicolas Tagliafico, Maximiliano Meza oder Giovani Lo Celso eine Gelegenheit sich in das Rampenlicht zu spielen. Gegen Spanien in Best- und möglicherweise WM-Besetzung wollte ihnen das aber so gar nicht gelingen. Die Iberer traten mit de Gea im Tor, der Stammviererkette Alba, Ramos, Pique und Carvajal, dem unglaublich spielstarken Mittelfeld-Trio Koke, Thiago und Iniesta sowie Supertalent Asensio, Isco und Rückkehrer Diego Costa in der Offensive an.

Die erste Großchance hatte zwar Gonzalo Higuain, doch der in der Nationalmannschaft glücklose Stürmer ließ sie liegen. Und dann drehte Spanien auf. Druckvolles Pressing, Iniesta mit der Balleroberung, Asensio steckt mustergültig auf Diego Costa durch und der drückt den Ball mit vollem Körpereinsatz an Keeper Romero vorbei. Doch dabei prallten die beiden aneinander. Romero musste kurz später für Willy Cabalero vom Platz. Diego Costa blieb in der Halbzeit in der Kabine. Für ihn kam Iago Aspas.

Der spanische Druck ließ nicht nach. Wieder war es Asensio mit toller Übersicht, der Isco im Sechzehner freispielt. Und nach dieser Real Madrid-Kombi muss der 25-Jährige nur noch einschieben. Nach einer Ecke köpfte Nicolas Otamendi das argentinische Team aber immerhin wieder heran. So ging es nur mit einem Tor Rückstand für die Mannen von Jorge Sampaoli in die Kabine.

Spanien dreht in der zweite Halbzeit auf

Doch in der zweiten Halbzeit gab es für die bereits im ersten Durchgang überlegenen Spanier kein Halten mehr. Isco, Iniesta und Iago Aspas hatten in jedem Angriff ihre Füße im Spiel. Und anders als noch gegen Deutschland zeigten sich die Spanier gegen Argentinien äußerst zielstrebig und torhungrig. Zweimal Isco, der insgesamt einen Dreierpack schnürte, Iago Aspas und Münchens Thiago stellten das Endergebnis verdient auf 6:1. In dieser Form ist Spanien ein Team, das man erst mal schlagen muss auf dem Weg zum WM-Titel. Argentinien offenbart dagegen noch mehr Baustellen als feste Säulen in ihrer Mannschaft.