Spanien diskutiert Moratas Fehlen – auch Martinez nicht nominiert

WM 2018 Russland
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Julen Lopetegui hat mit seiner Kader-Nominierung für die Testspiele gegen Deutschland und Argentinien für einige überraschte Gesichter gesorgt. Drei Debütante berief er in seinen Kader, darunter Marcos Alonso. Feiert er sein Debüt für Spanien wäre er nach seinem Vater und Großvater Nationalspieler in dritter Generation. Das gab es in La Roja noch nie! Für die Debütanten müssen aber einige arrivierte Kräfte zu Hause bleiben. Unter anderem ein Vereinskamerad Alonsos vom FC Chelsea, dessen Fehlen Fragen aufwirft. 

Denn Alvaro Morate wird in den prestigeträchtigen Testspielen gegen die DFB-Elf und Argentinien, für das das Wanda Metropolitano in Madrid bereits ausverkauft ist, nicht dabei sein. Das zog einige Nachfragen seitens der Presse, ob Morata damit auch für die anstehende Weltmeisterschaft bereits aussortiert ist, nach sich.

„Er ist ein Junge, der fast immer bei uns dabei war. Er hatte auch Verletzungsprobleme und deswegen dachten wir, ist es für den Moment besser, andere zu berufen. Er fällt deswegen aber nicht aus unserem Visier und hat die gleichen Chancen wie zuvor auf die WM,“ versucht Nationalcoach Lopetegui die Gemüter zu beruhigen. „Er wird die Spielzeit außergewöhnlich beenden und dann gute Chancen auf die WM haben,“ macht er Morata Mut. Doch darin verbirgt sich natürlich auch die Forderung von starken Leistungen. In Chelsea ist der 25-jährige Mittelstürmer nach starker Hinrunde zuletzt etwas ins zweite Glied gerutscht. In 2018 ist er noch ohne Tor für die Blues. Und Eden Hazard und Neuzugang Olivier Giroud hatten zuletzt im Sturmzentrum die Nase vorne.

Auch in Spanien ist die Konkurrenz groß. Allen voran durch die Rückkehr eines alten Bekannten: Diego Costa. „Er ist jetzt zurück, aber deswegen gehört ihm nicht einfach der Platz. Alvaro ist auch noch da und alle werden um ihr Ticket kämpfen,“ stellt Julen Lopetegui klar.

Spanien: Auch Javi Martinez schaut in die Röhre

Auch der lange verletzte Thiago feiert sein Comeback in La Roja. Doch ein anderer Bayern-Akteur, Javi Martinez, muss dafür die Testspiele von der heimischen Couch aus verfolgen. „Wir können nicht alle mitnehmen,“ meint Lopetegui dazu lapidar. Martinez, der unter Bayern-Coach Heynckes wieder eine extrem wichtige Rolle im defensiven Mittelfeld einnimmt, muss also sehr um sein WM-Ticket kämpfen.

Denn die schweren Testspielgegner kommen nicht von ungefähr. „Das sind Spiele, die uns viel abverlangen, uns aber auch sehr motivieren. Die Schlüsse, die wir daraus ziehen können, sind sehr wichtig, aber nicht endgültig. Wir bekommen Antworten auf einige unserer Fragen.“ Morata und Martinez können erst mal keine Argumente in eigener Sache liefern.