Spanien setzt in Testspielen auf Top-Stars und drei Debütanten

WM 2018
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Dass es in die heiße Phase vor der WM geht, ist auch dem spanischen Kader für die anstehenden Testspiele anzumerken. Die Seleccion trifft am 23. März in Düsseldorf auf die deutsche Nationalmannschaft sowie vier Tage später in Madrid auf Argentinien. Und mit dabei sein alle Topstars Spaniens. Doch auch drei Profis, die noch nie für die spanische Auswahl aufliefen wurden von Nationaltrainer Julen Lopetegui berufen: Marcos Alonso vom FC Chelsea, Valencias Dani Parejo und Rodri vom FC Villareal. Der 24-Mann-Kader im Überblick. 

Tor: Keine Überraschungen gibt es zwischen den Pfosten der spanischen Nationalmannschaft. Für die Testspiele wurden David de Gea, Kepa Arrizabalaga und Pepe Reina nominiert. Klare Nummer 1 ist der seit Jahren auf Weltklasse-Niveau für Manchester United fangende David de Gea.

Sollte sich niemand verletzen, fahen Kepa und Reina als Back-Ups mit nach Russland. Ersterer steht für die Zukunft. Der 23-Jährige von Athletic Bilbao wurde im Winter schon als möglicher neuer Stammkeeper bei Real Madrid gehandelt. Erfahrung, auch in der Rolle als Ersatzmann bei einem großen Turnier, bringt Pepe Reina mit. Der Torhüter vom SSC Neapel und Ex-Münchner ist seit 2005 Teil der spanischen Nationalmannschaft. In diesen 13 Jahren brachte es der heute 35-Jährige aber lediglich auf 38 Einsätze, 30 davon in Freundschaftsspielen.

Verteidigung: Die Stammpositionen sind auch in der Defensive klar verteilt. Links führt kein Weg an Jordi Alba vom FC Barcelona vorbei. Rechts ist Dani Carvajal von Real Madrid gesetzt. Und auch die Innenverteidigung teilen sich zwei eigentlich verfeindete Profis aus den unterschiedlichen Lagern auf: Sergio Ramos und Gerard Pique.

Um die Back-Up-Positionen wird allerdings noch heiß gekämpft. Für die Testspiele wurde für die zentrale Abwehr einerseits Nacho Fernandez von Real Madrid nominiert. Der 14-malige Nationalspieler bekam auch in LaLiga überraschend viel Einsatzzeit bei den Blancos in dieser Saison (22 Spiele, drei Tore). Andererseits steht der beim FC Chelsea vom Außen- zum Innenverteidiger umgeschulte Cesar Azpilicueta mit im Aufgebot. Auf der linken Außenseite könnte dessen Vereinskamerad Marcos Alonso sein Debüt für die Seleccion feiern. Rechts steht der 22-jährige Alvaro Odriozola von Real Sociedad San Sebastian als Ersatzmann von Carvajal bereit.

Die Offensive des Spanien-Kaders

Mittelfeld: Hier ist der Konkurrenzkampf in der spanischen Auswahl wohl am größten. Im Mittelfeld kämpfen erfahrene, aber auch schon etwas in die Jahre gekommene Größen wie Andres Iniesta (36) und der wieder aufblühende David Silva (32) mit jüngeren, aber ebenfalls bereits arrivierten Kräften wie dem Atletico-Duo Koke und Saul Niguez, Real Madrids Isco oder Thiago vom FC Bayern, der vor vier Wochen erst sein Comeback nach längerer Verletzungspause feierte.

Komplettiert wird das Aufgebot im Mittelfeld von zwei möglichen Debütanten. Dani Parejo wird von Nationaltrainer Lopetegui für seine herausragende Saison beim FC Valencia belohnt. Der 28-jährige Kapitän der Fledermäuse stand bis auf zwei Gelbsperren in jedem Spiel in der Anfangsformation und führte Valencia mit sechs Toren und ebenso vielen Vorlagen auf aktuell Rang Vier in LaLiga. In jüngeren Jahren könnte Rodri seinen Einstand in der spanischen Nationalelf geben. Der 21-jährige defensive Mittelfeldspieler vom FC Villareal feierte in dieser Saison seinen Durchbruch. Für das Gelbe U-Boot stand er in allen Wettbewerben 37 Mal auf dem Platz (ein Tor, eine Vorlage). Und er weiß auch bereits, wie man Turniere gewinnt. Mit der spanischen U19 wurde Rodri 2015 Europameister.

Angriff: Eine faustdicke Überraschung wartet im spansichen Sturm. Denn Alvaro Morata wurde von Nationalcoach Lopetegui nicht für die Testspiele nominiert. Der Mittelstürmer des FC Chelsea erzielte zwar zehn Tore und gab fünf Vorlagen für die Blues in dieser Spielzeit. Allerdings traf er in diesem Kalenderjahr noch gar nicht und büßte zuletzt seinen Stammplatz unter Chelsea-Coach Antonio Conte ein. Für ihn kehrt Atleticos Diego Costa zurück in die Seleccion. Die Hinrunde dieser Saison setzte der exzentrische Mittelstürmer aufgrund von Streitigkeiten mit Ex-Coach Conte und der Transfersperre von Wunschverein Atletico aus. Zurück bei seiner alten Liebe in Madrid trifft er auch gleich wieder wie gewohnt und schoss sich zurück in Lopeteguis Fokus.

Mit Rodrigo vom FC Valencia steht ein weiterer extrem formstarker Mittelstürmer in Spaniens Kader. Zwölf Tore und sieben Vorlagen stehen für den 27-Jährigen in LaLiga in dieser Saison zu Buche. Spaniens Offensive wird durch das Supertalent Marco Asensio von Real Madrid auf Linksaußen und Celta Vigos abgezockten Rechtsaußen Iago Aspas abgerundet.