Spanisches Trio öffnet Viertelfinal-Tür für Atletico weit

WM 2018 Russland
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Im Europa League Achtelfinal-Hinspiel ließ der spanische Vertreter Atletico Madrid dem russischen Tabellenführer Lokomotive Moskau nicht den Hauch einer Chance. Die Colchoneros gewannen im heimischen Estadio Wanda Metropolitano souverän mit 3:0. Der Viertelfinal-Einzug ist damit so gut wie gesichert. Bedanken können sich die Rojiblancos dafür vor allem bei einem spanischen Trio, das für alle drei Tore verantwortlich war: dem Mittelfeld-Duo Saul Niguez und Koke sowie dem zurückgekehrten Angreifer Diego Costa.

Saul Niguez: Mit einem herrlichen Distanzschuss brachte Saul Niguez den spanischen Tabellenzweiten gegen Lok Moskau in Führung. Auch wenn das Toreschießen nicht das Markenzeichen von Niguez ist (nur zwei Treffer in 26 Ligaspielen), wenn er trifft, macht er es sehenswert. Bei deutschen Fußballfans machte er durch einen wahnsinnigen Sololauf mit anschließendem Tor gegen den FC Bayern im Champions League Halbfinale 2016 von sich reden. In Spanien ist der zentrale Mittelfeldspieler längst ein Star. Auch wenn er erst auf sieben Einsätze für die Seleccion kommt, sein Ticket für die WM in Russland dürfte er sicher haben. Sein großer Vorteil: Nationaltrainer Julen Lopetegui kennt ihn in und auswendig. Saul Niguez feierte in der U20, U21 und A-Nationalmannschaft seine Debuts jeweils unter dem aktuellen Nationalcoach.

Koke: Ebenso sicher wird Koke im spanische Aufgebot für die WM-Endrunde stehen. Der flexible Mittelfeld-Mann, der sowohl im Zentrum, wie auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann, ist im Vergleich zu Niguez ein alter Hase in der Seleccion. Auf 36 Länderspiele kommt der 26-Jährige mittlerweile. Dass auch er kein klassischer Scorer ist, zeigt sein Torekonto in der Nationalmannschaft. Das steht nämlich noch bei Null. Gegen Lokomotive Moskau steuerte er den 3:0-Endstand bei, der den Viertelfinal-Einzug so gut wie besiegelte. In LaLiga traf Koke in 24 Spielen drei Mal, bereitete außerdem vier Treffer vor.

Nach Rückkehr zu Atletico: Diego Costa wieder der Alte

Diego Costa: Ganz anders Diego Costa. Dessen Spiel definiert sich durch zwei Attribute: Tore und Einsatz. Immer auch am Rande der Legalität. Während seiner Zeit beim FC Chelsea erzielte er in 120 Partien stolze 58 Treffer. Dennoch überwarf sich der kontrovers diskutierte Angreifer mit dem dortigen Trainer Antonio Conte. Für Chelsea machte er in der Hinrunde, obwohl noch offiziell dort angestellt, kein einziges Spiel. Aufgrund der Transfersperre Atleticos im Sommer 2017 durfte er erst ab Januar zu den Colchoneros zurückkehren. Dort zeigt er gleich wieder seine alte Torgefahr. Drei Tore und drei Vorlagen gelangen dem kampfstarken Stürmer bereits wieder in LaLiga. Bestätigt er diese Form könnte der gebürtige Brasilianer für die WM wieder in den spanischen Kader zurückkehren. Neben Alvaro Morata ist er der einzige echte Mittelstürmer von ausreichend Format, der Nationalcoach Lopetegui zur Verfügung steht.