Starkes Belgien hat Bock auf die WM: 4:1 gegen Costa Rica

WM 2018
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Belgien ist bereit. Die Nationalmannschaft gewann ihren letzten Test vor der Weltmeisterschaft in Russland in beeindruckender Manier mit 4:1 gegen Costa Rica. In Brüssel unterstrichen die „Roten Teufel“ am Montag ihre Titelambitionen. WM-Teilnehmer Costa Rica hatte dabei nur zu Beginn eine Chance.

Die Zeit der Experimente war für Belgiens Coach Roberto Martinez offensichtlich vorbei. Das Team wurde von Kapitän Eden Hazard vom FC Chelsea angeführt. In der Offensive sollten Kevin De Bruyne (Manchester City), Dries Mertens (SSC Neapel) und Romelu Lukaku (Manchester United) wirbeln. Doch Costa Rica begann zunächst sehr kompakt und stand sicher. In der 19. Minute brach Belgien erstmals durch. Doch Stürmer Lukaku scheiterte aus vier Metern Entfernung (!) an Costa Ricas Keeper Keylor Navas (Real Madrid). Allerdings stand der Belgier auch im Abseits. Auf der Gegenseite nutzten die Zentralamerikaner gleich ihre erste Gelegenheit: Vertonghens Kopfballabwehr missglückte, Bryan Ruiz (Sporting Lissabon) nahm den Ball an der Strafraumkante direkt und traf unhaltbar für Courtois in das rechte, untere Eck (24. Minute).

Doch Belgien ließ sich vom Rückstand nicht verunsichern und startete wütende Angriffe. Nachdem Mertens noch am exzellent parierenden Navas gescheitert war (28. Minute), klingelte es nur drei Minuten später: Hazard schlug einen Ball scharf an den zweiten Pfosten und Mertens hielt den Fuß hin (31. Minute). Auch nach dem Ausgleich spielte Belgien stark. Navas glänzte ein weiteres Mal gegen Lukaku, als er sich mutig in einen Ball warf und diesen mit dem Gesicht (!) abwehrte (33. Minute). Navas musste kurz behandelt werden, es ging jedoch bald weiter. Vor der Pause konterte Belgien mustergültig: Mertens fand Lukaku, der mit einer trockenen Direktabnahme zum 2:1 traf (42. Minute).

Uneigennütziges Belgien: Lukaku beschenkt Batshuayi

In der zweiten Halbzeit spielten die Belgier weiter nach vorne und belohnten sich früh. Joker Chadli (für Meunier eingewechselt) fand mit einer starken Flanke den Kopf von Lukaku. Der Stürmerstar von Manchester United nickte zum 3:1 in der 50. Spielminute ein. Anschließend wurde auch BVB-Leihgabe Michy Batshuayi eingetauscht, der einmal mehr seine starken Jokerqualitäten bewies. Nachdem De Bruyne noch das 4:1 verpasste, sollte es Batshuayi in der 64. Minute besser machen: Hazard leitete den Angriff ein, Lukaku legte in aussichtsreicher Schussposition mannschaftsdienlich quer und Batshuayi musste nur noch einschieben. Auch im Anschluss spielte Belgien offensiv und wollte weitere Tore erzielen. Die beste Chance hatte Mönchengladbachs Thorgan Hazard, doch er ließ das 5:1 leichtfertig liegen (79. Minute). Es blieb schließlich beim 4:1.

In Gruppe G startet Belgien am kommenden Montag (17.00 Uhr) gegen Panama in die Weltmeisterschaft. Weitere Gegner sind England und Tunesien. Costa Rica ist bereits am Samstag (14.00 Uhr) in Gruppe E gegen Serbien dran. Brasilien und die Schweiz warten anschließend. Belgien zeigte mit dem Sieg, dass sie zurecht zu den Favoriten gezählt werden. Für Costa Rica dürfte ohnehin nur eine Außenseiterrolle bleiben. Ein bärenstarker Keeper Keylor Navas wird sicherlich nicht ausreichen, um das Achtelfinale zu erreichen.