Südkoreas Kapitän Ki baut auf Genialität von Son

Südkorea
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Südkorea ist bekannt für seine wuseligen, technisch starken und sehr ausdauernden Spieler. Was häufig etwas fehlt ist die körperliche Komponente. Die soll Kapitän und Routinier Sung-Yong Ki der südkoreanischen Nationalmannschaft bei der WM einhauchen. Der kampferprobte 1,86 Meter-Hüne spielt seit Januar 2010 in Großbritannien. Zunächst bei Celtic Glasgow, nun seit einigen Jahren bei Swansea City. Einen Einblick in seine Erfahrungen, eine Einschätzung ihrer Vorrundengruppe und einen Lobgesang auf den südkoreanischen Topstar Heung-Min Son gab Ki bei FIFA.com. 

Schon 2010 und 2014 stand Ki für das südkoreanische Team bei einer WM auf dem Platz. Diese Erfahrung gilt es für ihn an die jungen, auf diesem Level noch unerfahrenen Spieler weiterzugeben. “Es kann schwierig sein, wenn man zum ersten Mal bei einer WM dabei ist. Der Druck ist groß, und man wird leicht nervös. Bei einer Weltmeisterschaft herrscht eine ganz andere Atmosphäre. Sie ist der größte Traum jedes Spielers. Wenn du die Chance bekommst, bei einer WM zu spielen, musst du gut vorbereitet sein, aber du musst das Ganze auch genießen,” versucht der Kapitän nicht zu sehr zu verkrampfen. Auch wenn mit den kampfstarken Schweden, den gut besetzten Mexikanern und dem Titelverteidiger Deutschland harte Brocken in der Vorrunde warten.

“Es ist eine schwere Gruppe. Alle anderen können von sich behaupten, besser zu sein als wir, da sie alle in der FIFA-Weltrangliste über uns stehen,” weiß Ki um den Außenseiterstatus Südkoreas in der Vorrunde. Den Kopf in den Sand stecken will er natürlich dennoch nicht. “Doch im Fussball weiß man nie, was passiert – insbesondere bei einer WM. Diese Teams sind zwar besser als wir, aber manchmal können wir sie schlagen. Wir stehen vor einer schweren Herausforderung, aber ich freue mich wirklich darauf, gegen diese großen Mannschaften anzutreten. Das erste Spiel gegen Schweden ist das wichtigste für uns. Wenn wir gewinnen, kann alles passieren. Wenn wir aus diesem Spiel keine Punkte mitnehmen, wird es meiner Meinung nach schwer werden, die Gruppenphase zu überstehen.”

Ki vertraut auf Torgefahr von Heung-Min Son

Dafür, dass es mit einem Einzug in die Runde der letzten 16 klappt, ist eine gefährliche Offensive essenziell. Und dabei ist man in Südkorea abhängig von einem Mann: dem extrem formstarken Tottenham-Profi Heung-Min Son. Auch Ki setzt seine Offensivhoffnungen auf den Ex-Bundesliga-Profi (Hamburg, Leverkusen). “Er ist der wichtigste Spieler und derjenige, der die anderen Teams in Bedrängnis bringen kann. Er spielt eine entscheidende Rolle in unserem Angriff. Son hat für die Spurs viele Tore erzielt und seine Qualität gezeigt. Er kann im Sturmzentrum, auf der Außenbahn oder als Nummer zehn eingesetzt werden. Er hat viel Talent und kann hoffentlich einige Tore für uns erzielen. Ich glaube, die Gegner werden ihn fürchten. Mit seiner Qualität ist er gefährlich. Wann immer er die Chance bekommt, ist die Torgefahr da.”