Torschütze Ginter soll Juve-Abwehr verjüngen

WM 2018
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Matthias Ginter hat seine in Dortmund etwas eingeschlafene Karriere mit seinem Wechsel nach Gladbach im vergangenen Sommer wieder richtig in Schwung gebracht. Stammplatz, Nationalelf und das Interesse der ganz großen Klubs auf sich gezogen. Der Name Matthias Ginter soll angeblich weit oben auf der Liste Juventus Turins stehen, wenn es darum geht, ihre in die Jahre gekommene Abwehr zu verjüngen. 

Mehdi Benatia und der von Verletzungen geplagte Benedikt Höwedes sind 30 Jahre alt. Die beiden Italiener Giorgio Chiellini und Andrea Barzagli zählen sogar schon 33 und 36 Lenzen. Mit dem 23-jährigen Daniele Rugani verfügt Juventus Turin lediglich einen Verteidiger unter 30 Jahren. So wird die Alte Dame ihrem Spitznamen mehr als gerecht. Und möchte daher einen defensiven Generationswechsel einleiten.

Teil dieses Vorhabens könnte der 24-jährige Matthias Ginter werden. Denn seit dessen Wechsel im vergangenen Sommer zu den Gladbacher Fohlen legte er einen ordentlichen Leistungssprung hin. Vom Springer zwischen Startelf und Bank bei Ex-Klub Dortmund entwickelte sich Ginter in Gladbach zum unverzichtbaren Leistungsträger. In dieser Saison stand er bislang jede einzelne Minute für die Fohlen auf dem Platz.

Und dabei bringt der Innenverteidiger nicht nur defensiv konstant seine Leistung, sondern kann sich auch offensiv immer wieder in Szene setzen. Fünf Tore und zwei Vorlagen lautet die durchaus beeindruckende Statistik für den Defensivspieler. Ganz aktuell: Auch heute Nachmittag traf Ginter. In der Nachspielzeit sicherte er den kriselnden Fohlen zumindest einen Punkt beim 3:3 gegen die TSG Hoffenheim.

Gute Tage für Ginter: Löw-Nominierung, Juve-Interesse und Tor

Man kann sagen, für Matthias Ginter läuft es. Denn neben dem wichtigen Ausgleichstreffer gegen Hoffenheim und dem kolportierten Juve-Interesse wurde er auch noch von Nationaltrainer Joachim Löw für die Testspiele gegen Spanien und Brasilien Ende März nominiert. Somit stehen die Chancen durchaus gut, dass der Weltmeister von 2014 und Confed-Cup-Sieger vom letzten Sommer dabei mithelfen darf, den WM-Titel für Deutschland zu verteidigen.

Und sollte sich das Interesse von Juventus Turin erhärten, könnte Ginter Teil einer kleinen Außenstelle des DFB-Teams in Turin werden. Sami Khedira und Benedikt Höwedes spielen schon bei Juve. Ginter könnte folgen. Und auch bei dem im Sommer ablösefrei werdenden Emre Can soll Juventus der Favorit auf eine Verpflichtung sein.