Umdenken bei Pastore: Argentinier will zu Inter

WM 2018 Russland
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Mit leidenschaftlichen Worten hat der Argentinier Javier Pastore vor kurzem noch beteuert, bei Paris Saint-Germain bleiben zu wollen. Doch für die WM scheint er seinen aktuellen Arbeitgeber nun doch verlassen zu wollen. Denn in der französischen Hauptstadt kommt er nicht wie gewünscht zum Zug. Daher fürchtet der 28-Jährige um seine Nominierung. Die Konkurrenz könnte kaum größer sein, als bei den Albiceleste. 

„Mein Traum war es immer, als Letzter zu gehen. Ich war immer loyal. Es stimmt nicht, dass ich wechseln will! Ich würde es lieben, hier zu bleiben und meine Karriere hier zu beenden.“ Mit diesem im aktuellen Transfer-Wahnsinn ungewohnten Treuebekenntnis reagierte Pastore am 11. Januar via Instagram auf Wechselgerüchte, die ihn schon auf gepackten Koffern sitzen sahen.

Seine neuesten Aussagen lesen sich aber nun ganz anders. Denn der Argentinier scheint sich bereits mit seinem Wunschverein Inter Mailand einig zu sein. “Ich muss regelmäßig spielen, um eine bessere Chance (auf einen Platz in der Nationalmannschaft; Anm. d. Red.) zu erhalten,” ist er sich im klaren. “Es wird viel über Inter gesprochen, und wenn ich gehen würde, würde ich gerne dorthin, vor allem, weil ich die Serie A kenne und meine Frau Italienerin ist. […] Wir werden in den nächsten Tagen sehen und versuchen, eine Einigung zu erzielen.”

PSG muss verkaufen, Inter kann nicht kaufen: Pastore in der Schwebe

Doch in so trockenen Tüchern, wie es erscheinen mag, ist der Transfer von Pastore in die Lombardei noch lange nicht. Denn Paris ist durch das Financial Fairplay unter Druck. Die Franzosen müssen möglichst noch in diesem Winter 80 Mio. Euro mit Transfers erwirtschaften, um Sanktionen seitens der UEFA abzuwenden.

20 Mio. Euro sollte Javier Pastore in den Vorstellungen des französischen Klubs in die Kassen spülen. Doch Inter Mailand steht selbst unter Beobachtung bezüglich der Einhaltung des Financial Fairplays. Die Nerazurri wollen den Argentinier eigentlich erst einmal nur bis zur Sommerpause ausleihen. Und zwischen den Stühlen sitzt Javier Pastore, der eigentlich bei seinem Verein bleiben möchte, im Kampf gegen di Maria, Dybala und Co. um einen Platz neben Lionel Messi im Kader der argentinischen Nationalmannschaft aber dringend mehr Einsatzzeiten benötigt.

Trefflicher als Pastore selbst kann man die Hängepartie um seinen Wechsel nach Mailand wohl nicht beschreiben: “Ich würde gerne dorthin gehen, aber ich weiß nicht, was passieren wird.” So wirklich scheint das momentan niemand sagen zu können.