Vater von James ätzt gegen Zidane: “Spaß am Fußball verloren”

Zinedine Zidane
Foto: lemonde2015 / Flickr (CC BY-NC 2.0)

Die Sticheleichen gegen Ex-Arbeitgeber Real Madrid nehmen kein Ende. James Rodriguez scheint sein Ende bei den “Königlichen” immer noch nicht verdaut zu haben. Jetzt meldete sich sogar James’ Vater zu Wort und schoss deutlich gegen seinen ehemaligen Trainer Zinedine Zidane.

Im Sommer war der 26-jährige Kolumbianer von Real Madrid zu Bayern München verliehen worden. Trainer Zidane hatte in der vergangenen Saison nur noch spärlich auf James gesetzt. Sein Vater, Wilson Rodriguez, sagte nun in einem Interview mit der spanischen Zeitung Marca: “Mein Sohn hatte den Spaß am Fuß­ball ver­lo­ren, den er unter Carlo An­ce­lot­ti noch hatte.” Dennoch schob er hinterher: “Trotzdem wird man meinen Sohn niemals etwas Schlechtes über Zidane sagen hören.” Ausgesprochen bzw. geschrieben worden ist es nun trotzdem. Wenn auch nur vom Vater.

Eine Rückkehr zu Real Madrid erscheint derzeit unrealistisch. James hat zuletzt immer wieder betont, wie wohl er sich bei Bayern München fühle. Auch wenn Mentor Carlo Ancelotti nicht mehr Trainer ist. Die Bayern besitzen eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro. Wilson Rodriguez: “Mein Sohn hat es gut gemacht, Real Madrid zu verlassen und zu den Bayern zu gehen. Er ist sehr glücklich in Deutschland. Ich sehe ihn dort ein ruhiges und fröhliches Leben führen.” In Bezug auf die sportlichen Erfolge fügte er an: “Die Bayern haben ein Team, das sich vor keinem Kontrahenten verstecken muss. Um die Champions League gewinnen zu können, braucht es ohnehin auch Kleinigkeiten. Wie z.B. das richtige Spielglück.”

Am heutigen Dienstag trifft der FC Bayern München in der heimischen Allianz-Arena auf Besiktas Istanbul. Es ist das Champions League Achtelfinal-Hinspiel. Anstoß ist um 20.45 Uhr.

James Rodriguez bestritt in dieser Saison 24 Partien für die Bayern, erzielte vier Treffer und bereitete acht weitere vor. In seinem Heimatland Kolumbien ist James längst ein Superstar. Für die Nationalmannschaft absolvierte er 60 Spiele, schoss 21 Tore und bereitete 16 vor. Bei der Weltmeisterschaft in Russland im kommenden Sommer trifft Kolumbien in Gruppe H auf Polen, den Senegal und Japan. Neben Polen sehen Experten Kolumbien als den Favoriten auf das Weiterkommen.