Verwirrung um Courtois: Wo liegt die Zukunft des Belgiers?

WM 2018
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Der Vertrag von Chelseas Schlussmann Thibaut Courtois läuft im Sommer 2019 aus. Daher gibt es wie mittlerweile im Weltfußball üblich ein Jahr davor schon heiße Spekulationen, wo die Zukunft des Torhüters liegen könnte. Schließlich kann der FC Chelsea in der anstehenden Sommer-Transferperiode das letzte Mal eine ordentliche Summe mit dem Belgier einnehmen. Und ein Treffen von Courtois mit PSG-Verantwortlichen befeuert die Spekulationen um einen möglichen Abgang. Doch im Sommer können die Karten nach der WM wieder ganz neu verteilt sein. 

Am vergangenen Wochenende soll sich Thibaut Courtois mit Verantwortlichen von Paris Saint-Germain getroffen haben. Gemeinsam mit seinem Vater sollen dort der grobe finanzielle Rahmen für einen Sommertransfer abgesteckt worden sein. Pikant: dies geschah am Tag nach der bitteren, wie folgenreichen 1:2 Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Manchester United.

Der belgische Schlussmann soll sich nach einem Verein umsehen, der die Champions League gewinnen kann. Bezüglich dessen sei der 25-Jährige noch unschlüssig, ob PSG die nötige Sieger-Mentalität hat, verlautet es aus dem Umfeld des Keepers. Außerdem hat PSG mit Alphonse Areola eigentlich einen eigenen starken Rückhalt im Tor aufgebaut.

Ein Transfer würde sehr teuer werden. Chelsea will definitv mehr für Courtois einnehmen, als ManCity vor der Saison für Ederson an Benfica Lissabon zahlte. Das waren 40 Mio. Euro. Und: vor wenigen Wochen meinte Courtois bezüglich einer Vertragsverlängerung bei Chelsea noch: “Normalerweise gibt es keine Probleme, ich werde verlängern.”

Courtois sehnt sich zurück nach Madrid

Dass der Fußball ein schnelllebiges Geschäft ist, wissen wir allerdings nicht erst seit gestern. Und mittel- bis langfristig sieht sich Courtois sowieso wieder in Spaniens Hauptstadt.  “Mein Herz ist in Madrid. Es ist logisch und verständlich,” gibt der Torhüter unumwunden zu. Von 2011 bis 2014 war der 1,99-Meter-Hüne an Atletico Madrid verliehen. Dort reifte er zum Weltklasse-Keeper und verliebte sich in die Stadt.

“Meine persönliche Situation ist mit der Stadt Madrid verbunden. […] Sicher ist, dass ich eines Tages nach Madrid zurückkehren werde. Ich liebe Spanien, ich liebe diese Stadt. Ich habe dort drei wundervolle Jahre verbracht. Dort wurde ich erwachsen.” Ob die Rückkehr schon im Sommer gelingt? Sicher ist nämlich auch, dass nichts das Transferkarussell schneller antreibt als eine WM. Bestes Beispiel: Keylor Navas, Real Madrids aktueller Keeper. Dessen Stern ging international bei der WM 2014 auf und brachte ihm den Platz zwischen den Pfosten bei den Königlichen ein.