Weiser zu Leverkusen: Transfer im Zeichen der 23

WM 2018
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Mitchell Weiser schließt sich der Werkself an. Was lange schon vermutet wurde, ist nun endlich offiziell. Der deutsche U21-Europameister unterzeichnete einen Vertrag über fünf Jahre. Die Berliner Hertha kann der auf der rechten Seite offensiv oder defensiv einsetzbare Profi dank einer Ausstiegsklausel für 12 Mio. Euro verlassen. Auch eine passende Rückennummer ist für den Neuzugang bereits gefunden. 

„Mit Mitchell Weisers Verpflichtung haben wir einen weiteren wichtigen Schritt gemacht, um unsere Mannschaft für die Zukunft breiter aufzustellen und unsere Qualität weiter zu steigern,“ verkündet Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler stolz den vollzogenen Transfer. Es handelt sich um eine Investition in die breite des Kaders. „Das ist zwingend notwendig vor dem Hintergrund, dass wir uns zur kommenden Saison wieder in den europäischen Fußball-Kalender eingetragen haben. Um neben Bundesliga und DFB-Pokal die zusätzlichen Belastungen des internationalen Wettbewerbs zu stemmen und weiterhin erfolgreich zu sein, braucht es auf allen Positionen gleichwertige und hochklassige Alternativen.“

Mitchell Weiser kann in einem System mit Viererkette sowohl den defensiven, wie auch den offensiven Part auf der rechten Außenbahn übernehmen. In einer taktischen Grundordnung mit drei zentralen Verteidigern kann der Ex-Herthaner die rechte Flanke auch alleine beackern. Diese Vielseitigkeit wird sich in der kommenden Saison, in der Bayer auf drei Hochzeiten tanzen wird, bezahlt machen.

Mitchell Weiser und die 23

Vertragsunterschrift bis 2023 und Rückennummer 23. Steckt da mehr dahinter? Ersteres drückt sicherlich die Überzeugung der Verantwortlichen von Bayer Leverkusen aus, dass sich der kürzlich 24 Jahre alt gewordene Profi in Leverkusen durchsetzen wird. Zweiteres sei ein bewusstes Zeichen mit Augenzwinkern gewesen. „Ein Zahlenspiel mit Symbolcharakter“, drückt der Klub unterm Bayer-Kreuz es aus. „Im Alter von 23 Jahren köpfte er schließlich 2017 die deutsche U-21-Nationalmannschaft im Finale gegen Spanien zum Europameister-Titel. Seine persönliche Glückszahl wird ihn nun auch in Leverkusen begleiten.“

Auch Weiser ist begeistert, seine selbsterklärte Lieblingsnummer auf dem Leverkusen-Trikot unter seinem Namen stehen zu haben. „Klasse, dass ich sie auch hier tragen darf.“ Doch ausschlaggebend für den Transfer war natürlich nicht die Rückennummer. An Leverkusen als nächster Station in seiner Karriere nach dem 1.FC Köln, Bayern München und Hertha BSC haben Weiser noch ganz andere Faktoren beeindruckt. „Bayer 04 hat eine super Mannschaft, der ich immer unheimlich gerne zugeschaut habe. Sie spielt attraktiv, variabel, schnell und aggressiv. Ich freue mich sehr darauf, in den kommenden Jahren ein Teil davon zu sein, und will dazu beitragen, dass hier auch künftig die Post abgeht.“