Weltmeister Philipp Lahm: Als Botschafter zur WM nach Russland

Deutsche Nationalmannschaft
Foto: Danilo Borges / Wikipedia (CC BY 3.0)

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat für eine große Überraschung gesorgt. Er kündigte an, dass Weltmeister Philipp Lahm (34) mit zur Weltmeisterschaft nach Russland fahren würde. Damit wird der ehemalige Bayern-Star ein offizieller Teil der DFB-Delegation.

Während Bundestrainer Joachim Löw die besten Spieler für seinen WM-Kader in den Spielen gegen Spanien und Brasilien testet, scheint der Tross im Hintergrund bereits Formen anzunehmen. Doch die „Nominierung“ von Lahm ist eine echte Überraschung. Der Weltmeister-Kapitän von 2014 wird neben Grindel, Dr. Rainer Koch, Dr. Reinhard Rauball und Dr. Friedrich Curtius zur Delegation gehören.

Der 113-fache Nationalspieler ist Botschafter der EM 2024, für die sich der DFB um die Ausrichtung bewirbt. Er soll seine Rolle nutzen, um vor Ort einen Einblick in die Organisation zu erhalten. Außerdem soll Lahm gesellschaftspolitsiche und soziale Aktivitäten des DFB unterstützen. Laut UEFA darf es aber keine EM-Werbung geben. Außerdem habe der DFB-Ehrenspielführer einen Motivationsbesuch der Nationalmannschaft im WM-Lager Vatutinki eingeplant. Beim Gruppenspiel gegen Mexiko wird Lahm im Luschniki Stadion von Moskau mit dabei sein.

Lahm soll für die Euro 2024 lernen

„Wir haben noch ein wenig Zeit. Ich gehe davon aus, dass er mindestens zu einem Spiel kommen wird, aber sicherlich nicht die ganze Zeit dabei ist“, so DFB-Präsident Reinhard Grindel. Philipp Lahm sagte gegenüber der „BILD“-Zeitung: „Bei der WM 2006 habe ich selbst hautnah erfahren, wie sehr ein Turnier im eigenen Land die Menschen begeistern kann. Und das wollen wir auch 2024 wieder schaffen, die Euro soll die Menschen in Deutschland und Europa zusammenbringen. Das ist der Grund, warum ich mich dafür einsetze, auch als Mitglied der offiziellen DFB-Delegation.“

Bei den Länderspielen gegen Spanien am kommenden Freitag und gegen Brasilien am Dienstag ist Lahm bereits vor Ort. Grindel: „Ich freue mich, dass das Präsidium den Kapitän unserer Euro-Bewerbung in die Delegation berufen hat. Auch in dieser Rolle wird unser Ehrenspielführer bei den Heimspielen der Mannschaft dazu beitragen, die Begeisterung und Unterstützung für die Euro-Bewerbung weiter zu steigern.“

Die Vergabe der Europameisterschaft 2024 erfolgt im September. Neben Deutschland macht sich auch die Türkei Hoffnungen auf die Ausrichtung.