„Wie in einer Familie“: Batshuayi fühlt sich wohl beim BVB

WM2018
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Drei Tore in zwei Ligaspielen, zwei Treffer im Europa League-Clash gegen Atalanta Bergamo. Michy Batshuayi hat die Herzen der Fans seines neuen Arbeitgebers Borussia Dortmund im Sturm erobert. Und diese Zuneigung scheint wechselseitig zu sein. Der Belgier genießt es sichtbar, endlich wieder wichtig zu sein nach seiner Reservisten-Zeit bei Chelsea. Wie lange der Leihspieler noch die BVB-Fans begeistert, ist aber fraglich und hängt an verschiedenen Faktoren. Batshuayi lässt die Schwarz-Gelben dennoch hoffen. 

Beim FC Chelsea kam der 24-Jährige trotz der hohen Ablösesumme von 39 Mio. Euro, die die Blues an Olympique Marseille überwiesen, nie dauerhaft zum Zug. Obwohl Batshuayis Effektivität auch in London groß war. Insgesamt erzielte der Belgier mit kongolesischen Wurzeln in 53 Spielen für Chelsea, in denen er zumeist als Joker eingesetzt wurde und es so nur auf 1772 Minuten auf dem Platz brachte, auf 19 Tore.

Unter seiner Joker-Rolle litt Batshuayi: „Auf der Bank zu sitzen, zu treffen, wieder auf der Bank zu sitzen, dann zu treffen, nur um wieder auf der Bank zu sitzen, ist schwierig.“ Deswegen kam ihm der Abgang aus London sehr gelegen. Vor allem auch mit Hinblick auf die WM.

„Jeder will zur WM, ich auch. Das muss ich dem Coach jetzt beweisen,“ ist sich Batshuayi um die harte Konkurrenzsituation in der Offensive der belgischen Nationalmannschaft bewusst. Mit Leistungen wie in seiner Anfangszeit beim BVB macht es der Mittelstürmer seinem Nationaltrainer Roberto Martinez schwer, ihn nicht in den WM-Kader zu berufen.

„Ich hatte keine gute Zeit bei Chelsea, aber hier läuft es gut mit den Kollegen und den Fans – ich wurde toll aufgenommen,“ freut sich Batshuayi über seinen Start ohne die geringsten Anlaufschwierigkeiten bei Borussia Dortmund. „Als junger Spieler brauchst du viel Spielzeit, um dich weiterzuentwickeln und das ist perfekt hier. Jeder vertraut mir.“

Erhöht das die Dortmunder Chancen den Belgier über das Leihende hinaus halten zu können? Das hängt an verschiedenen Faktoren. Einerseits stellt sich die Frage um Antonio Contes Zukunft als Trainer von Chelsea. Geht der Italiener könnte Batshuayi unter einem neuen Coach eine neue Chance erhalten. Desweiteren wartet – Stand heute – mit Alvaro Morata, Olivier Giroud und Tammy Abraham, der ebenfalls von einer Leihe zurückkehren wird, einige Konkurrenz im Londoner Sturmzentrum.

„Es ist einfach perfekt hier. Wie in einer Familie. Das ist das, was ich brauche,“ schürt Batshuayi daher schon einmal die Dortmunder Hoffnungen auf eine Weiterverpflichtung.