WM-Fahrer Reina wechselt zum AC Mailand

WM 2018 Russland
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Milans Sportchef Massimiliano Mirabelli bestätigt nun offiziell, was die Spatzen schon lange von den Dächern pfiffen: der spanische Torhüter Pepe Reina wechselt im Sommer ablösefrei vom SSC Neapel in die Lombardei. Der Vertrag des 35-Jährigen läuft am Vesuv zum 30.06. dieses Jahres aus. Damit erhärten sich auch die Spekulationen um einen Abgang von Gianluigi Donnarumma in dieser Transferperiode. Der Youngster war bereits im vergangenen Sommer kurz vor dem Absprung und konnte nur durch eine saftige Gehaltserhöhung sowie die Verpflichtung seines Bruder zum Bleiben bewegt werden.

Im Sommer wartet das große Highlight dieser Saison auf Pepe Reina: die WM in Russland für sein Heimatland Spanien. Julen Lopetegui wird den 38-maligen Nationalspieler am 21. Mai in den Kader für die Weltmeisterschaft berufen. Doch spielen wird der 35-jährige Routinier dort aller Voraussicht nach nicht. Zumindest nicht, wenn sich die klare Nummer 1 David de Gea nicht verletzen sollte. Und selbst dann könnte der junge Kepa dem alten Hasen Reina vorgezogen werden.

Doch auch wenn Reina in Russland keine Spielzeit sammeln wird, eine spannende Erfahrung wird auch diese WM für ihn werden. Und danach wartet bereits das nächste Abenteuer, das da heißt: AC Mailand. Denn nach drei Spielzeiten in Süditalien verlässt Reina den SSC Napoli gen Norden. „Wir haben eine günstige Gelegenheit genutzt,“ freut sich der Sportchef der Rossoneri Massimiliano Mirabelli über den ablösefreien Transfer. Neapel will sich auf der Torhüterposition verjüngen. Allerdings blitzten die Himmelblauen zuletzt mit ihrer Offerte beim deutschen Nationaltorhüter Bernd Leno von Bayer Leverkusen ab.

Kommt Reina als Donnarumma-Nachfolger nach Mailand?

Ob die Verpflichtung von Pepe Reina eine vorbeugende Maßnahme für den anstehenden Abgang von Gianluigi Donnarumma ist, wollte Mirabelli nicht bestätigen. Vielmehr stellt er das hervorragende Geschäft für Milan in den Fokus – egal, was mit Donnarumma in diesem Sommer passiert. „Wenn jemand wie Reina verfügbar ist, denken wir natürlich darüber nach“, erklärt Mirabelli, „auch ohne an die Rolle von Donnarumma zu denken. Wir denken, er kann uns vor allem außerhalb des Platzes helfen und sollte uns der Transfermarkt Donnarumma wegnehmen, haben wir Reina. Ansonsten haben wir zwei Torhüter, die sich abwechseln.“

Dass Milan in jedem Fall am längeren Hebel sitzt, stellt Mirabelli ebenfalls klar. „Vielleicht gibt es jemanden, der gehen möchte. Das gilt für Donnarumma wie für andere. Aber dafür braucht es zwei Bedingungen: Er muss es uns sagen und es braucht ein Angebot, das unsere Forderungen erfüllt.“ Angeblich sollen die Rossoneri ab einer Summe von 70 Mio. Euro bereit zu Gesprächen sein. Vor allem Paris Saint-Germain gilt als heißer Interessent. Donnarummas berüchtigter Berater Mino Railo weißt jedenfalls schon mal auf mehrere interessierte Klubs hin: „Es gibt hochkarätige Anfragen.“ Dank Reina muss Milan vor diesen nicht mehr ganz so bange sein.