WM-Hoffnung Werner: Knoten gegen FC Bayern wieder geplatzt

WM 2018
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Endlich den großen FC Bayern geschlagen, damit ein deutliches Zeichen Richtung Champions League Qualifikation gesetzt und dabei auch noch die eigene Torflaute überwunden. Für Timo Werner hätte der Abschluss des 27. Spieltages mit seinen Leipzigern gegen die Münchner nicht viel besser laufen können. Wobei er sich zu Spielbeginn noch auf der Bank wiederfand. Die Füße hochlegen konnte er dort aber nicht lange. Und avancierte so zum Mann des Abends. 

Die Ausgangslage für RB Leipzig war schwierig. Mit Frankfurt, Schalke und Dortmund hatten drei der vier direkten Konkurrenten um die hinter dem souveränen Tabellenführer FC Bayern verbliebenen Champions League Plätze ihre Spiele gewonnen. Nur Bayer Leverkusen patzte im Vorfeld gegen Kellerkind Köln. Um den direkten Anschluss zu halten, brauchte Leipzig also einen Sieg gegen Primus Bayern München.

Aber in der Anfangs-Viertelstunde macht den Roten Bullen nicht allzu viel Hoffnung. Nach zehn Minuten musste RB bereits zum ersten Mal wechseln. Marcel Sabitzer verletzte sich. Wie sich herausstellte fällt er mit einem Bänderriss im Sprunggelenk aus. Das Pech für den Österreicher war die Initialzündung für Leipzig. Auch wenn sie zunächst noch das 0:1 durch Sandro Wagner schlucken mussten.

Mit Werner auf dem Platz dreht Leipzig auf

Doch dann drehten die Sachsen gehörig auf. Bayern agierte in der Folge ihres Führungstreffers viel zu pomadig und ließ sich von den wild pressenden Leipzigern den Schneid abkaufen. Allen voran von Timo Werner. Nur durch Sabitzers Ausfall stand der deutsche Nationalstürmer überhaupt auf dem Platz. Nachdem er zweimal selbst noch gescheitert war, bereitete er kurz vor der Halbzeit den völlig verdienten Ausgleichstreffer von Keita vor. Und nach dem Pausentee legte der 22-Jährige nach. 543 Minuten herrschte Torflaute beim Nationalstürmer. In der 56. Minute beendete er sie gegen den FC Bayern und schoss die Leipziger somit zum ersten Sieg gegen die Münchner.

Kurios: Weder durfte Werner das Spiel auf dem Platz beginnen, noch beenden. Eigentlich die Höchststrafe für jeden Fußballer, erst die Einwechslung, dann die Auswechslung. Nicht so bei Werner, der in der 83. Minute für den frischen Augustin das Feld bereitwillig räumte. Schließlich geht Timo Werner nach diesem Ausrufezeichen mit neuem Selbstvertrauen in die Länderspielpause. Für Deutschland geht es mit Werner am Freitag gegen Spanien und am Dienstag darauf gegen Brasilien. Werner hat im vergangenem Jahr beim Confed Cup-Triumph starke Leistungen für die DFB-Elf gezeigt und galt lange Zeit als sicherer Kandidat für das deutsche Aufgebot bei der WM 2018 in Russland. Neben Werner machen sich aktuell auch Mario Gomez und Sandro Wagner Hoffnungen in Sachen Kaderplatz im Sturm.