Wütendes Neapel droht Younes mit Klage

Amin Younes
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Das Wechseltheater um den deutschen Nationalspieler Amin Younes nimmt kein Ende. Wir hatten zuletzt berichtet, dass die Neapel-Bosse eine Verschwörung wittern, bei der auch der FC Bayern München involviert ist. Wollen die Bayern Younes tatsächlich verpflichten?

Die italienische Fachzeitschrift “Gazzetta dello Sport” hatte berichtet, dass die Bayern den deutschen Confed-Cup-Sieger im Sommer verpflichten möchten. Neapel mutmaßte gar, Juventus Turin würde dahinterstecken. Demnach würde die “Alte Dame” eher die Bayern als Konkurrent Neapel stärken wollen.

Bei Ajax Amsterdam läuft Younes’ Vertrag nach dieser Saison aus. Aber: Younes soll beim SSC Neapel bereits einen Kontrakt bis 2023 unterschrieben haben. Ursprünglich sollte der ehemalige Mönchengladbacher bereits in der Winterpause wechseln. Aus familiären Gründen wollte Younes aber vorerst näher an seiner Heimat bleiben. Der 24-Jährige soll bei Neapel sogar bereits einen Medizincheck absolviert haben.

Die Italiener reagieren auf die Berichte nun wütend und drohen Younes mit Klage. SSC-Anwalt Mattia Grassani sagte gegenüber dem Radiosender “Crc”, dass der Vertrag mit Neapel Gültigkeit besitzen würde. “Der Klub hat den Spieler ab dem 1. Juli 2018 unter Vertrag genommen. Der Vertrag liegt der Liga vor. Was im Kopf des Spielers vorgeht, ist egal. Neapel ist der einzige Verein, der seine Leistungen ab dem Sommer in Anspruch nehmen darf”, so Grassani. Der Anwalt kündigte außerdem rechtliche Schritte an, sollte der FC Bayern München mit Amin Younes Ernst machen wollen. “Wenn das passieren sollte, dann würde der Spieler gesperrt werden. Er müsste den für Neapel entstehenden wirtschaftlichen Schaden selbst kompensieren.”

Klare Worte auf Seiten der Italiener. Younes und der FC Bayern München haben sich zu den Berichten allerdings noch nicht geäußert. Derweil möchte der fünffache Nationalspieler (zwei Tore) unbedingt in den Kader für die Weltmeisterschaft in Russland. Bei Ajax Amsterdam hat er aufgrund seines feststehenden Wechsels einen eher schweren Stand. Seinen Stammplatz ist er aktuell los. Am vergangenen Mittwoch wurde er beim 4:2 in Kerkrade erst in der 84. Minute eingewechselt. Wenig Zeit, um sich für Bundestrainer Joachim Löw zu empfehlen.