Yoshinori Muto: Sayonara Mainz! Jetzt ab zur WM?

WM 2018
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Zumindest die interne Torjägerkanone im Mainzer Kader konnte sich Yoshinori Muto in dieser Saison sichern. Wirklich zufrieden ist der Japaner mit dieser Spielzeit dennoch nicht. Wenige Highlights, viel Abstiegskampf, Klassenerhalt am vorletzten Spieltag. Und persönlich wurde er zuletzt auch nicht mehr für die japanische Nationalmannschaft nominiert. In einem WM-Jahr wiegt dies wirklich schwer. Der Noch-Mainzer hofft dennoch auch eine Nominierung in den WM-Kader Japans. Auch um die WM als Schaufenster für sich zu nutzen. Denn die Zeichen stehen in Mainz auf Abschied. 

1:2 verlor Mainz den bedeutungslosen Saisonausklang gegen Werder Bremen. Das lag auch an der diesmal schwachen Chancenverwertung von Yoshinori Muto. „An einem anderen Tag mache ich aus meinen Chancen auch mal drei Tore. Obwohl der Ball dorthin flog, wo ich wollte, hatte der Pfosten etwas dagegen“, meint der in dieser Saison achtfache Torschütze : „Das ist schade.“

Ein Spiegelbild der ganzen Saison, in der vieles nicht so lief, wie es sich der 25-Jährige vorgestellt hatte. „Es war eine schwierige Saison – im Abstiegskampf, bei schlechter Atmosphäre und wechselnder Taktik. Ich bin auch aus der Nationalmannschaft geflogen. Es lief also einiges nicht so, wie ich gedacht hatte. Deshalb bin ich am Ende nicht zufrieden. Ich hätte gerne zweistellig getroffen und von Anfang an zeigen sollen, dass ich selbst Elfmeter schießen möchte.“ Mehr Tore, bessere Chancen auf ein Ticket nach Russland.

Muto zur WM? Und wohin verschlägt es ihn danach?

Nun muss Muto aber zittern, ob ihn Japans neuer Nationalcoach Akira Nishino für die WM beruft.“Jetzt kann ich nur abwarten. Ich habe getan, was ich kann. Ich bin in einem sehr guten Zustand, werde mich aber darauf nicht ausruhen und auch morgen wieder hart trainieren. Wenn ich morgen nach Japan fliege, dann werden meine Muskeln angespannt sein…“

Die WM wäre nicht nur eine herausragende Erfahrung für Muto, sondern könnte ihm auch neue Perspektiven für seine weitere Karriere eröffnen. Schließlich liebäugelt der Angreifer mit einem Transfer in diesem Sommer. „Mainz ist ein toller Klub. Die Fans sind warmherzig und ich glaube, dass wir den Klassenerhalt dank ihrer Unterstützung geschafft haben. Dass ich hier spielen durfte, hat mir wirklich viel gegeben. Dafür bin ich sehr dankbar,“ verkündet Muto. Klingt nicht so, als würde sich der Japaner noch sehr mit den 05ern identifizieren. Sein Vertrag läuft noch bis 2019. Somit bietet die Transferperiode nach der WM die letzte Gelegenheit, marktgerechte Preise für Muto zu kassieren. Auch die Verantwortlichen von Mainz 05 dürften also hoffen, dass sich ihr Noch-Angestellter bei der WM präsentieren darf.